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Kassel: Kunsthistorikerin wird erste Documenta-Professorin

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Neuland: Dorothea von Hantelmann wird Documenta-Professorin in Kassel

Wenn es nach dem Kunsthappening ruhig wird in Kassel, beginnt ihr Job: Dorothea von Hantelmann wird die erste Documenta-Professorin an der Kunsthochschule Kassel. So soll die Schau auch in den Ausstellungspausen präsent bleiben.

Hamburg/Kassel - Hunderttausende Besucher zieht es alle fünf Jahre zur Documenta nach Kassel, dort drängen sie sich dann etwa im Fridericianum oder der Orangerie vor den Exponaten. Mehr als 300 Künstler zeigen ihre Werke auf der wichtigsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Kassel ist dann das Zentrum der Kunstszene - doch nach hundert Tagen ist alles wieder vorbei. Dann wird es ruhig in der drittgrößten Stadt Hessens.

Das soll sie künftig ändern: Die Berliner Kunsthistorikern Dorothea von Hantelmann ist ab Oktober die erste Professorin für die Geschichte und Bedeutung der Documenta an der Kunsthochschule Kassel. Die zunächst auf zwei Jahre angelegte Gastprofessur solle dazu beitragen, die Documenta in den Jahren zwischen den Ausstellungen sichtbarer zu machen, teilte die Universität mit.

Die 43-Jährige dürfte keine Berührungsängste mit der Schau haben; erst bei der vergangenen Schau 2012 hatte sie mitgewirkt, indem sie eines der 100 Notizbücher zur Ausstellung schrieb. Darin geht es um die Frage, warum ausgerechnet die Künstlerische Leiterin der Documenta 13, Carolyn Christov-Bakargiev, im Vorfeld der Schau von der "Obsoletheit der Ausstellung" gesprochen hatte.

Beruflich hat die gebürtigen Hamburgerin Hantelmann unter anderem im Museum of Modern Art in New York Halt gemacht, zuletzt arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität in Berlin, wo sie 2006 promoviert hatte. Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Geschichte und gesellschaftliche Funktion von Museen und Ausstellungen.

Und jetzt also Kassel. Hantelmann will von Oktober an vor allem mit dem Documenta-Archiv arbeiten, das rund 30.000 Fotos und 2000 Videos umfasst. "Wir wollen das, was an Material und Forschungsergebnissen vorhanden ist, zeigen, zugänglich machen und darüber mit Bürgern und Künstlern diskutieren", sagte sie.

gin/dpa

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