Berliner Schloss Wiederaufbau wird auf 2014 verschoben

Das Projekt sei nicht tot, heißt es aus Regierungskreisen. Aber verschoben wird es dennoch: Ganze drei Jahre wird der Bau des Berliner Schlosses ausgesetzt. Grund: die massiven Sparzwänge.

Geplantes Humboldtforum in Berlin: Modellfall einer "Planungsmisere"
dpa

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Berlin - Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses wird nach den Sparplänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2014 auf Eis gelegt. Für den Bau seien für die Jahre 2011 bis 2013 keine Mittel eingestellt worden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag. Das Projekt sei jedoch nur verschoben, nicht tot, erklärten Teilnehmer der Sparrunde in Berlin.

Betroffen ist der Haushalt von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU), der für den architektonischen Teil des auf 552 Millionen Euro veranschlagten Gebäudes zuständig ist.

Ein solches Mammutprojekt lasse sich nicht stemmen, wenn man andernorts an so vielen Stellen sparen müsse, heißt es aus Regierungskreisen. Von den Baukosten entfallen 440 Millionen auf den Bund, die auf die kommenden Jahre verteilt ausgezahlt werden sollten.

Das Berliner Schloss war bis zur Abschaffung der Monarchie in Deutschland 1918 Residenz der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, 1950 von den DDR-Machthabern gesprengt.

Auf einem Teil der Fläche entstand später der Palast der Republik der DDR, der inzwischen wieder abgerissen wurde. Ende 2008 hatte der Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella den Wettbewerb für den Wiederaufbau des Schlosses gewonnen.

dan/ddp



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