"Berliner Zeitung" Jochen Arntz wird neuer Chefredakteur

Neuausrichtung der "Berliner Zeitung": Jochen Arntz wird neuer Chefredakteur und löst Brigitte Fehrle im Oktober ab. Es soll noch zu weiteren Veränderungen des Berliner Verlags kommen.

Jochen Arntz
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Jochen Arntz


Brigitte Fehrle wird im Oktober die Chefredaktion der "Berliner Zeitung" verlassen. Sie hatte den Posten seit Sommer 2012 inne. Nachfolger wird der 51-jährige Jochen Arntz, derzeit Chefredakteur der DuMont-Hauptstadtredaktion.

Arntz schrieb unter anderem für "Die Zeit" und die "Süddeutsche Zeitung", wo er auch das Ressort "Seite 3" leitete. 2013 erhielt er für ein Porträt von Maike Kohl-Richter der renommierten Theodor-Wolff-Preis.

Mit dem Wechsel an der Spitze der "Berliner Zeitung" soll auch eine Neuausrichtung des Berliner Verlags einhergehen. Die Tochtergesellschaft der DuMont Mediengruppe, zu der auch der "Berliner Kurier" und die "Hamburger Morgenpost" gehören, soll konsequent digital ausgerichtet werden. Die Redaktionen verlassen den bisherigen Standort am Alexanderplatz und beziehen einen modernen Neubau in der Nähe des Spittelmarktes.

In einer Pressemitteilung schreibt die DuMont Mediengruppe einigermaßen nebulös, "ein Projekt in den Redaktionen" solle es dem Berliner Verlag ermöglichen, "künftig mit einer neuen, zukunftsweisenden Organisation konsequent auf die Anforderungen des digitalen Wandels reagieren zu können".

Der Berliner Verlag leidet unter der Medienkrise und schreibt seit Jahren rote Zahlen. Das Geschäftsjahr 2015 schloss er mit einem Verlust von rund acht Millionen Euro ab.

kae/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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Der-Gande 19.05.2016
1. Neues Online-Software
Seit die Berliner Zeitung eine neue Online-Software für ihre Darstellung verwendet, hat sich das Outfit total verschlechtert. Entspricht mittlerweile dem BZ Outfit. Unübersichtlich und zuviel Riesenbilder. Text? Nun ja, war schon mal besser.
achnee-erschonwieder 20.05.2016
2. Merkwürdiger Verlag
Habe 2-Jahres Abo abgeschlossen, weil ich deren ipad-App sehr gelungen fand. Wie viele andere auch. Nach einem Jahr haben sie die App kommentarlos eingestellt und mir alternativ son miesen pdf-Viewer angeboten. Mehrfache Anfragen, warum sie die App eingestellt haben, wurden ignoriert. Mittlerweile gibt es Dutzende 1-Stern-Bewertungen auf itunes. Dann habe ich gekündigt. Haben die freundlich bestätigt, war ihnen offenbar auch egal. Irgendwie skurril. In Zeiten, in denen fast alle Verlage über rückläufige Zeitungsverkäufe klagen.
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