Betriebsbedingte Kündigungen M. DuMont Schauberg streicht 84 Stellen

Kulturwandel beim Zeitungshaus M. DuMont Schauberg: Die Mediengruppe streicht 84 Stellen am Kölner Stammsitz. Drastische Mittel wie betriebsbedingte Kündigungen hatte das Unternehmen in seiner Zentrale bislang vermieden.

M. DuMont Schauberg: 84 Mitarbeiter müssen gehen, 90 werden ausgelagert
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M. DuMont Schauberg: 84 Mitarbeiter müssen gehen, 90 werden ausgelagert


Köln - Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg MDS streicht in Köln in den Bereichen Druck, Verlag und Verwaltung 84 Stellen. Dabei kommt es zu betriebsbedingten Kündigungen. Das bestätigte MDS am Mittwoch in Köln nach einer Betriebsversammlung, bei der die Belegschaft informiert wurde. Zuvor hatte der Mediendienst "kress" über die Pläne berichtet.

Philipp M. Froben, Geschäftsführer des Kölner MDS-Unternehmensbereichs, in dem "Kölner Stadt-Anzeiger", "Kölnische Rundschau" und "Express" erscheinen, kündigte außerdem an, dass etwa 90 Stellen aus dem Anzeigenverkauf, dem Zeitungsverkauf und der Verlagswerbung in die Tochter MVR ausgelagert werden.

Für die 84 Mitarbeiter, die entlassen werden, soll es eine Auffanggesellschaft und Qualifizierungsangebote geben. Die Mediengruppe begründete den Schritt mit Einbrüchen im Anzeigengeschäft.

Bei dem Kölner Medienhaus erscheinen auch "Berliner Zeitung", "Mitteldeutsche Zeitung", "Hamburger Morgenpost" und "Berliner Kurier". Die Mediengruppe hat 3800 Mitarbeiter, seit 2012 die "Frankfurter Rundschau", die MDS und der SPD-Medienholding ddvg gehörte und 2012 in die Insolvenz ging. Sie wurde von der Frankfurter Societät GmbH und der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" GmbH übernommen. Zur Mediengruppe gehören unter anderem auch der Buchverlag DuMont und Beteiligungen an Radio- und Fernsehsendern sowie Anzeigenblättern.

lei/dpa

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