Brief an Intendanten CSU protestiert gegen Tierkot-Wette bei "Wetten, dass..?"

Politisches Nachspiel für "Wetten, dass..?": Der CSU stinkt, dass zwei Tierpfleger live den Kot verschiedener Tierarten erschnüffelten. CSU-Politikerin Niebler will die Wette im ZDF-Fernsehrat zur Sprache bringen - und dem "Verfall der guten Sitten Einhalt gebieten".


München - Die "Wetten, dass..?"-Sendung vom Wochenende hat offenbar ein politisches Nachspiel. Wie der "Münchner Merkur" berichtet, protestiert die CSU beim ZDF gegen die Tierkot-Wette.

Wettkandidatin mit Tierkot: "TV Widerlich"
DDP

Wettkandidatin mit Tierkot: "TV Widerlich"

"TV Widerlich und eine derartige Kulturlosigkeit gehören nicht ins deutsche Fernsehen, und schon gar nicht ins Öffentlich-Rechtliche", heißt es dem Blatt zufolge in einem Brief der CSU-Politikerin Angelika Niebler an den ZDF-Intendanten Markus Schächter. Niebler ist Mitglied im Fernsehrat des Senders.

Die CSU-Politikerin bezeichnet die Wette, bei der zwei Tierpfleger verschiedene Sorten von Tierkot am Geruch zu identifizieren versuchten, als "ekelerregende Entgleisung". Trotz Quotenkampf dürfe sich das öffentlich-rechtliche, von Gebühren finanzierte Fernsehen "nicht auf einen solchen Niveauverlust einlassen".

Niebler bat Schächter, "dies zum Thema in den Leitungsgremien des ZDF zu machen". Sie werde den Vorgang zudem im ZDF-Fernsehrat ansprechen. Niebler: "Diesem Verfall der guten Sitten müssen wir Einhalt gebieten, denn hier geht es um das Vertrauen der Zuschauer."

phw/ddp



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