Hamburg - Stephan Schäfer, der Anfang August neben Brigitte Huber neuer Co-Chefredakteur der "Brigitte" wurde, soll die Marke "Ohne Models" in Frage stellen, so die "Süddeutsche Zeitung" . Es sei nicht ausgeschlossen, dass bald wieder Models im Heft gezeigt würden.
Schäfers Vorgänger Andreas Lebert hatte 2009 im SPIEGEL geklagt, die ganze Branche sei magersüchtig: "Seit Jahren müssen wir die Mädchen mit Photoshop dicker machen." Als Reaktion darauf beschloss die traditionsreiche Frauenzeitschrift, in Zukunft nicht mehr mit professionellen Models arbeiten zu wollen.
Die Aktion wurde viel diskutiert, im In- und Ausland, doch sie hatte zumindest auf die sinkende Auflage des Magazins keine positiven Auswirkungen. Dafür allerdings seien die Kosten für Fotoproduktionen gestiegen, seit nur noch Hobby-Models eingesetzt würden. Die Arbeit mit den "normalen Frauen" sei "sehr aufwendig", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" Stimmen - dennoch würden sie aber branchenüblich bezahlt. "Die Unerfahrenheit der Amateur-Models" habe zu großen Zeitverlusten geführt, will der Branchendienst Meedia.de erfahren haben, zumal viele Frauen nur am Wochenende zur Verfügung stünden.
Der Verlag Gruner + Jahr, in dem die "Brigitte" alle 14 Tage erscheint, erklärte, derzeit stelle man alles auf den Prüfstand, was bei einem Führungswechsel normal sei.
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