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Streit um Pro-Palästina-Profilbild: Israels Botschaft macht sich über Bushido lustig

Bushido sorgt auf Twitter für Ärger: Der Berliner Rapper hat dort als Profilbild eine Israel-Karte, die in palästinensischen Farben gehalten ist. Für Innenminister Hans-Peter Friedrich sät er damit Hass. Israels Botschaft in Berlin reagiert eher süffisant auf die provokante Aktion des Integrations-Bambi-Preisträgers.

Bushido: Der Rüpel-Rapper Fotos

Berlin - "@bushido78: Erst Frauen, dann Schwule, nun #Israel: Wir sind stolz darauf, zu den Opfern des Integrationspreisgewinners #Bushido zu gehören" - mit gelassener Ironie reagierte die Botschaft des Staates Israel in Berlin auf die neueste Debatte, die in Deutschland um den Nahost-Konflikt entbrannt ist. In ihrem Mittelpunkt: das Twitter-Profilbild des Berliner Rappers Bushido. Es zeigt eine stilisierte Nahost-Karte mit dem Staat Israel, der komplett in den palästinensischen Farben gehalten ist; daneben fordert ein Schriftzug: "Free Palestine" (Befreit Palästina).

"Dieses Kartenbild dient nicht dem Frieden, sondern sät Hass", hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich der "Bild am Sonntag" gesagt. Bushido müsse dieses Bild sofort von seiner Twitter-Seite entfernen, sonst könne er nicht länger als Beispiel für gelungene Integration dienen. Der CSU-Politiker mahnte den Rapper, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden.

Zuvor hatte schon der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz (CDU), Bushidos Twitterbild kritisiert: "Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Musiker, der ja eine Menge Menschen erreicht, in dieser Weise das Existenzrecht Israels in Frage stellt", sagte er Süddeutsche.de.

Stand Montagmittag hat Bushido bei Twitter über 285.000 Follower. Zur Kritik an seinem Profilbild verlinkte er dort bereits am Sonntag auf einen ihn unterstützenden Artikel des Radiomoderators Ken Jebsen, dessen Sendung beim RBB nach Antisemitismus-Vorwürfen abgesetzt wurde.

Des Weiteren twitterte Bushido: "Bambi zu verkaufen". Der Rapper hatte 2011 einen Bambi für gelungene Integration erhalten und damit eine Kontroverse ausgelöst. Die Vorsitzende der Stiftung "Tribute to Bambi", Patricia Riekel, sagte der "Bild am Sonntag": "Wir prüfen den Vorfall und werden dementsprechend reagieren." Vermutlich - anders als die israelische Botschaft - nicht mit Ironie.

feb/dpa/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 85 Beiträge
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1. Dummer kleiner Junge
Udo Pankratz 14.01.2013
Zitat von sysopDPABushido sorgt auf Twitter für Ärger: Der Berliner Rapper hat dort als Profilbild eine Israel-Karte, die in palästinensischen Farben gehalten ist. Für Innenminister Hans-Peter Friedrich sät er damit Hass. Israels Botschaft in Berlin belächelt den Integrations-Bambi-Preisträger dagegen eher. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bushido-saet-hass-laut-innenminister-friedrich-israel-twittert-zurueck-a-877384.html
Bushido ist ein kleiner dummer Junge, der in jeder Hinsicht ignoriert gehört. Dass sojemand ein Goldenes Kalb als Trophäe erhält, spiegelt den Zustand unserer Gesellschaft bestens wider. Einwände?
2. Respekt!
optaeck 14.01.2013
Zitat von sysopDPABushido sorgt auf Twitter für Ärger: Der Berliner Rapper hat dort als Profilbild eine Israel-Karte, die in palästinensischen Farben gehalten ist. Für Innenminister Hans-Peter Friedrich sät er damit Hass. Israels Botschaft in Berlin belächelt den Integrations-Bambi-Preisträger dagegen eher. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bushido-saet-hass-laut-innenminister-friedrich-israel-twittert-zurueck-a-877384.html
Macht Israels Botschaft in Berlin genau richtig. Diese Art der Entspanntheit würde ich mir bei den Israelis häufiger wünschen. Dann hätten sie womöglich weniger Probleme.
3.
b.oreilly 14.01.2013
---Zitat--- sonst könne er nicht länger als Beispiel für gelungene Integration dienen. ---Zitatende--- Aha, das sagt also der Innenminister. Also doch Raumschiff Berlin! Einfach ignorieren, das reicht schon!
4. "Bushido"
neu_ab 14.01.2013
Gemein! Obwohl "Bushido" viel gefährlicher als Anius Ferengchichi klingt, nehmen die den einfach nicht ernst! Dabei ist der doch Bambi-Preisträger!
5. wertlos
materialist 14.01.2013
Die Verleihung des albernen Bambis an Bushido sagt viel über den Unwert dieses Preises aus.Da kann man nur den Hut vor M.Reich-Ranitzki ziehen dieser alte Mann hat wenigstens mal Mut zur Wahrheit.
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