Nach Anschlag "Charlie Hebdo" erscheint in Auflage von einer Million

"Charlie Hebdo" macht weiter: Der Kolumnist der Satire-Zeitschrift gibt bekannt, dass schon nächste Woche eine neue Ausgabe erscheinen soll. Andere Medien wollen die Redaktion unterstützen.

Die aktuelle "Charlie Hebdo"-Ausgabe soll nicht die letzte sein
Charlie Hebdo

Die aktuelle "Charlie Hebdo"-Ausgabe soll nicht die letzte sein


Paris/Hamburg - Ungeachtet des Terroranschlags will die Pariser Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" bereits in der kommenden Woche mit einer neuen Nummer erscheinen. Das kündigte jetzt Patrick Pelloux an, der Kolumnist von "Charlie Hebdo": "Es wird eine nächste Ausgabe geben."

Und zwar, wie nun bekannt wurde, in einer Auflage von einer Million Exemplaren. Die reguläre Auflage beträgt 60.000 Exemplare. Bereits gestern hatten staatliche Programme und die Tageszeitung "Le Monde" erklärt, sie wollten dem Magazin das notwendige Personal und Sachmittel zur Verfügung stellen. Die Direktoren von Radio France, France Télévisions und "Le Monde" riefen dabei alle anderen französischen Medien auf, die Presse- und Meinungsfreiheit hochzuhalten: "Damit Charlie lebt".

Während die Satire-Zeitung nicht nur für die Meinungsfreiheit, sondern auch um ihre weitere Existenz kämpft, werden ihre älteren Ausgaben bereits als Sammlerstücke gehandelt. Manche Anbieter versuchen derzeit auf Ebay, ein Geschäft mit "Charlie Hebdo" zu machen: So wird ein Exemplar der "Scharia Hebdo"-Ausgabe von 2011 derzeit für einen Preis von 8000 Euro angeboten. Der Titel zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien sorgte damals für erhebliches Aufsehen und mündete in einen Brandanschlag auf das Redaktionsgebäude. Auch bei der aktuelle Ausgabe - mit Michel Houellebecq auf dem Cover - spekulieren Verkäufer auf hohe Summen.

tha/AFP

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insgesamt 46 Beiträge
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007er 08.01.2015
1. recht so...
..und darauf das die 1 Mio Zeitungen auch verkauft werden!
spon-facebook-1425926487 08.01.2015
2.
Die Geister die ich rief, mit dem Faschismus spielt man eben nicht.
Luna-lucia 08.01.2015
3. gaaanz große Gratulation!
vor solchen Extremisten darf man sich aber schon mit überhaupt nix, einschüchtern lassen! Weitermachen, und wenn's geht, verdoppeln! Unsere Gedanken sind bei euch!
Untertan 2.0 08.01.2015
4. Gut so
---Zitat--- Die Direktoren von Radio France, France Télévisions und "Le Monde" riefen dabei alle anderen französischen Medien auf, die Presse- und Meinungsfreiheit hochzuhalten: "Damit Charlie lebt". ---Zitatende--- Das ist genau die richtige Reaktion. Die Radikalen können nicht alle Journalisten ermorden. sobald sie begreifen, dass es sinnlos ist, werden sie es auch nicht mehr versuchen.
palart 08.01.2015
5. Religion erst ab 18 Jahren!
Leute wegen Zeichnungen ermorden, sowas hab ich noch nie erlebt! Vorsicht, Religion kann zu gemeingefährlicher Geisteskrankheit führen. Darum sollte sie wie Alkohol, Pornografie uä. unter 18 Jahren verboten werden, damit nicht noch mehr Kinder einer derartigen Gehirnwäsche unterliegen. Gutes tun kann man auch ohne religiöses Brimborium. Diese Erkenntnis sollte im 21. Jhd. klar sein. Hitlers Wahnbuch "Mein Kampf" wurde sogar ganz verboten. Wehren wir uns gegen diese barbarischen Zuckerbrot-Peitsche-Ideologien unserer ziemlich desorientierten Urvorfahren.
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