"Codex Leicester" Bill Gates enthüllt sein bestes Stück

Premiere in München: Microsoft-Chef Bill Gates stellte im Haus der Kunst die kostbare Handschrift Leonardo da Vincis aus seinem Privatbesitz vor, die erstmals in Deutschland zu sehen ist.


Andächtig: Bill Gates und Edmund Stoiber
DPA

Andächtig: Bill Gates und Edmund Stoiber

München - Gemeinsam mit Bill Gates, dem Präsidenten der amerikanischen Computer-Software-Firma Microsoft, eröffnete der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber am Donnerstag im Münchner Haus der Kunst die Schau. Dem "Codex Leicester" von Leonardo da Vinci (1452- 1519) gegenübergestellt ist in der Ausstellung ein Zyklus von 96 Zeichnungen von Josef Beuys (1921-1986), der am Ende des 20. Jahrhunderts wie zuvor Leonardo die Wissenschaft mit der Kunst vereinen wollte.

Gates hatte den Codex 1994 bei einer Auktion für 30,8 Millionen Dollar ersteigert und bereits in mehreren Städten gezeigt. Die Handschrift, die nach ihren langjährigen Besitzern benannt wurde, bleibt bis zum 9. Januar in München. Anschließend wird der aus 18 gefalteten Doppelblättern bestehende Codex noch in Berlin im Martin-Gropius-Bau präsentiert (29. Januar bis 12. März). Die Handschrift, die Leonardo da Vinci von 1506 bis 1510 verfasste, enthält seine Vorstellung von der Entstehung der Welt und einige seiner Erfindungen.



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