Britischer Künstler Damian Le Bas ist tot

Wider das Klischee vom Gypsy: Der Künstler Damian Le Bas war am ersten Pavillon der Sinti und Roma auf der Biennale in Venedig 2007 beteiligt. Nun ist er im Alter von 54 Jahren überraschend gestorben.

Das britische Künstlerehepaar Delaine und Damian Le Bas
DPA

Das britische Künstlerehepaar Delaine und Damian Le Bas


Der britische Künstler Damian Le Bas ist tot. Er starb am Samstag in seinem Haus im südenglischen Worthing in Sussex im Alter von 54 Jahren, teilte die Berliner Galerie Kai Dikhas am Montag mit. Le Bas sei "völlig unerwartet" verstorben, hieß es. Er hatte sich einen Namen mit Collagen und der Bearbeitung von Landkarten gemacht und in seinen Werken die eigene Herkunft aus einer Familie britischer Roma thematisiert.

Le Bas war einer von 16 Künstlerinnen und Künstlern, die das Projekt "Paradise Lost" im ersten Pavillon der Sinti und Roma auf der Biennale in Venedig 2007 realisierten. Zuvor war er ein "unbekannter Blumenhändler", der am Londoner Royal College of Art Bildende Kunst studiert hatte.

Gemeinsam mit seiner Frau Delaine Le Bas hatte er an den zwei langfristigen Projekten "Safe European Home?/ Frontier Deluxe" und "Gypsy Revolution" gearbeitet, die "historische Dokumentationen sowie zeitgenössische Kunstwerke von den Le Bas und anderen Künstlerinnen verbinden", wie das Berliner Gorki-Theater schreibt. Dort hatte er noch für die laufende Spielzeit gemeinsam mit seiner Frau das Bühnenbild für die Produktion "Roma Armee" gestaltet.

Damian Le Bas, dessen Werke teils der Art Brut oder auch Outsider-Art zugeordnet werden, sei eine der treibenden Persönlichkeiten der Bewegung der Künstler und Künstlerinnen der Sinti und Roma in Europa gewesen, teilte die Galerie Dikhas mit. Dabei hatten er und seine Frau sich stets mit dem Klischee vom Gypsy auseinandergesetzt.

Le Bas hinterlässt neben seiner Frau Delaine einen erwachsenen Sohn.

bsc/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.