In eigener Sache Auszeichnungen für drei datenjournalistische Projekte

Journalisten von SPIEGEL ONLINE werden für Artikel mit visuellem Schwerpunkt ausgezeichnet. Eine personalisierte, grafische Erzählung über Berufspendler belegt den ersten Platz.

SPIEGEL ONLINE


Redakteure von SPIEGEL ONLINE haben drei Preise für ihren interaktiven und visuellen Journalismus gewonnen. Zwei der ausgezeichneten Artikel hinterfragen kritisch, wie sich Mobilität in Deutschland entwickelt - und zeigen, was das für die Leserinnen und Leser persönlich bedeutet.

So zeichnet die Nachrichtenagentur dpa das Projekt "Die Pendlerrepublik" mit dem ersten Platz des dpa-infografik awards 2018 in der Kategorie Nachrichtliche Infografiken aus: Noch nie gab es in Deutschland so viele Berufspendler wie heute. Datenjournalisten von SPIEGEL ONLINE haben das zum Anlass genommen, das Phänomen des Pendelns visuell und ganz persönlich erfahrbar zu machen: Wie viele Menschen pendeln die gleiche Strecke wie ich? Wohin pendeln andere Berufstätige aus meinem Ort?

Solche Fragen beantworteten die Redakteure Christina Elmer, Marcel Pauly, Patrick Stotz und Achim Tack in einem personalisierten Artikel, der individuell auf die Eingaben der Nutzer reagiert und maßgeschneiderte Grafikelemente ausspielt.

Petra Sammer, Mitglied der Jury, nannte den Artikel "eine große Demonstration dessen, was eine Onlinegrafik kann". Das Team von SPIEGEL ONLINE habe die "Story hinter der Grafik" so individuell aufgearbeitet, dass sie eine hohe Relevanz für den Betrachter entwickele.

Wie viele Menschen pendeln so wie Sie?

Einen weiteren Preis vergibt die dpa für eine datenjournalistische Auswertung von SPIEGEL ONLINE zur Zusammensetzung des im vergangenen Jahr gewählten Bundestags. Marcel Pauly und Caroline Wiemann zeigten in mehreren Grafiken, inwiefern sich das Parlament unter demografischen Gesichtspunkten von der Bevölkerung unterscheidet. Die beiden Journalisten belegen damit den dritten Platz in der Sonderkategorie Demografischer Wandel.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein interaktiver Artikel über den geplanten Umzug des Fernbahnhofs Altona in Hamburg. Das Projekt "Brauchen Sie bald länger zum Zug?" prämierten die Technologiestiftung Berlin und die Fachhochschule Potsdam mit dem ersten Platz in der Kategorie Journalismus des Wettbewerbs "CityVis 2018". SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Philipp Seibt hatte dort zusammen mit den Verkehrsexperten von Targomo analysiert, was die Verlegung des Bahnhofs für die Bürger bedeutet - und gezeigt, dass Hunderttausende Einwohner nachher schlechter dastehen als vorher.

Mehr zur Verkehrsanalyse

Der CityVis-Wettbewerb zeichnet auf internationaler Ebene Projekte aus, die Entwicklungen in Städten besonders gut visualisieren. So wurden unter anderem Beiträge über tödliche Verkehrsunfälle in Washington DC oder Handy-Diebstähle in São Paulo eingereicht.



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