David Lynch Dieses Trump-Lob sorgt für Verwirrung

Der eine Tweet enigmatisch, der andere gedankenlos offen - schwer verständlich sind sie beide. Nun liefern sich David Lynch und Donald Trump einen seltsamen Schlagabtausch.

David Lynch
Shutterstock/ Denis Makarenko

David Lynch


Es waren zwei, drei Sätze über Donald Trump in einem langen Porträt über den Regisseur David Lynch im "Guardian", die die Welt aufhorchen ließen: "Er könnte als einer der größten Präsidenten in die Geschichte eingehen, weil er alles zersprengt hat", zitiert die britische Zeitung den Filmemacher. Er tue vielleicht nicht unbedingt einen guten Job, aber er eröffne anderen Außenseitern Möglichkeiten. Und weiter: "Kein anderer kann ihm auf eine intelligente Art und Weise entgegentreten."

Die ultrarechte Website "Breitbart News" griff lediglich den ersten Teil des Zitates auf und schloss daraus auf Lynchs Unterstützung für den amerikanischen Präsidenten. Der freute sich und verbreitete das Zitat auf Twitter:

Das wollte David Lynch dann doch nicht auf sich sitzen lassen. Prompt postete er auf Facebook einen Brief an Trump: : "Das Zitat, das gerade die Runde macht, wurde etwas aus dem Zusammenhang gerissen und bedarf einer Erklärung", schrieb Lynch. Weiter erklärte der 72-Jährige in Richtung Trump: "Wenn Sie weiter so machen, werden Sie leider keine Chance haben, als ein großer Präsident in die Geschichte einzugehen. Das wäre sehr schade für Sie - und das Land. Sie verursachen Leid und spalten."

Der Schöpfer der Mystery-Serie "Twin Peaks" hofft, dass Trump seinen Führungsstil ändert und das Land eint. "Alles, was Sie tun müssen, ist jeden Menschen so zu behandeln, wie Sie selbst behandelt werden wollen." Er wünsche, er könne sich mit Trump mal zusammensetzen und reden.

Eine klare politische Position bezieht er damit nicht, will er wohl auch nicht, wie er dem "Guardian" auch klar sagte: "Ich bin nicht wirklich ein politischer Mensch, aber ich mag die Freiheit, das zu tun, was ich tun will." Bei den Vorwahlen 2016 habe er den parteilosen Bernie Sanders gewählt, wem er seine Stimme bei der Präsidentschaftswahl gab, wisse er nicht mehr genau.

brs/dpa

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