Reporterpreis 2017 Das sind die Preisträger

Von Journalisten für Journalisten: In Berlin ist der renommierte Reporterpreis vergeben worden. Hier finden Sie die Gewinnergeschichten - darunter die vier ausgezeichneten SPIEGEL-Berichte.

Ausgezeichnete SPIEGEL-Titelgeschichte über Martin Schulz
DER SPIEGEL

Ausgezeichnete SPIEGEL-Titelgeschichte über Martin Schulz


1612 Einsendungen, 112 nominierte Texte und Projekte, 95 Juroren: Am Montagabend hat das Reporter-Forum in Berlin die besten Geschichten in Print und Online gekürt. Der Preis solle "Talente und Redaktionen anspornen, er soll besonders gute Reporter belohnen, und Debatten befeuern", erklärt die Initiative auf ihrer Website. Am Montagabend wurden nun Preise in zwölf Kategorien vergeben. Der SPIEGEL bekam dabei vier Auszeichnungen.

In der neu geschaffenen Kategorie "Hauptstadt-Preis" wurden gleich zwei SPIEGEL-Geschichten ausgezeichnet. Britta Stuff berichtete im September 2017 über die Lücke, die der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Hintze nach seinem Tod im November 2016 hinterließ. "Was bleibt von einem Leben in der Politik?", fragte sie. Hier können Sie Ihren Artikel nachlesen.

Video: SPIEGEL-Redakteurin Britta Stuff über Peter Hintze

Maurice Weiss / Ostkreuz

Mit der Kategorie "Hauptstadt-Preis" sollen laut den Veranstaltern "Texte ausgezeichnet werden, die neue Einsichten und Ansichten auf die Regierungs-, Parlaments- und Behördenarbeit erlauben". Neben Stuff wurden auch folgende SPIEGEL-Journalisten geehrt: Ullrich Fichtner, André Geicke, Matthias Geyer und Andreas Wassermann für Ihren Artikel über den Flughafen BER, erschienen im August 2017. Im Vorspann heißt es: "Seit elf Jahren wird in Berlin an einem Flughafen gebaut. Er ist noch immer eine Ruine, die täglich eine Million Euro kostet. Hier ist ihre Geschichte. Sie erzählt vom Versagen deutscher Politik, deutscher Industrie - und vom Kollaps deutscher Tugenden." Hier können Sie die Geschichte nachlesen.

Die beste Reportage schrieb im vergangenen Jahr Markus Feldenkirchen: Er hatte den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz während des Bundestagswahlkampfes ein halbes Jahr lang begleitet - und zwar nicht nur auf Wahlkampfterminen, sondern auch in internen Besprechungen, auf Strategiesitzungen, bei der Vorbereitung auf das TV-Duell mit Angela Merkel. Die Reportage "Mannomannomann" erschien Ende September im SPIEGEL, hier können Sie sie nachlesen.

Video: Ungewöhnliche Einblicke - 150 Tage unterwegs mit Martin Schulz

DER SPIEGEL

In der Kategorie "Essay" gewann Philipp Oehmke. Im Dezember 2016 erschien sein Essay über "Das PC-Monster", dazu heißt es im Vorspann: "Kaum ein Reizwort spaltet die USA so sehr wie Political Correctness. Was zu mehr Freiheit führen sollte, führt heute oft zu mehr Unfreiheit - und hat die Rechte stark gemacht." Hier finden Sie Oehmkes Artikel.

Hier finden Sie die weiteren Gewinner im Überblick:

  • In der Kategorie "Wissenschaftsreportage" gewann Björn Stephan. Sein Text "Armer Hund!" erschien im September in der "Zeit": "Verformte Schädel, schwache Herzen, krumme Hüften - was hat der Mensch aus seinem besten Freund gemacht?"
  • In der Kategorie "Freier Reporter" gewann Emilia Smechowski. Ihr Text "Der Anpasser" über Paul Ziemiak, den Chef der Jungen Union, erschien im Juni im "SZ-Magazin".
  • In der Kategorie "Multimedia" gewannen Dominik Osswald, Kaspar Manz, Marc Brupbacher, Olivier Christe, Christian Mülhauser und Urs Wyss für ihr Projekt "In eisigen Tiefen. Expedition in einen Gletscher", das im "Tagesanzeiger" erschien.
  • In der Kategorie "Interview" gewann Steffen Dobbert. Er sprach mit Ex-Ukip-Chef Nigel Farage, das Interview erschien im Mai bei "Zeit Online" unter dem Titel: "Sie werden mich für immer hassen".
  • In der Kategorie "Investigation" gewannen Mohamed Amjahid, Daniel Müller, Yassin Musharbash, Holger Stark und Fritz Zimmermann. Sie rekonstruierten für die "Zeit" den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt: "Ein Anschlag ist zu erwarten".
  • In der Kategorie "Datenjournalismus" gewannen Sascha Venohr, Christian Bangel, Philip Faigle, Flavio Gortana, Andreas Loos, Fabian Mohr, Julia Speckmeier und Julian Stahnke. Ihr Projekt "Stadt, Land, Vorurteil" über den Graben zwischen Stadt- und Landbevölkerung erschien im September bei "Zeit Online".
  • In der Kategorie "Web-Video" gewannen Michael Ginsburg, Martin Heller und Christiane Wittenbecher. Ausgezeichnet wurde ihr VR-Projekt "Was wollten Sie in Berlin?!"
  • In der Kategorie "Lokalreportage" gewann Peter Schwarz. Sein Text "Der Verlorene" erschien im vergangenen Dezember im Zeitungsverlag Waiblingen.
  • In der Kategorie "Kulturkritik" gewann Hanno Rauterberg. Unter dem Titel "Tanz der Tugendwächter" berichtete er im Juli in der "Zeit" über politisch korrekte Kunst.

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