"Deutschland spricht" Hier finden Sie Ihren politischen Sparringspartner

Wann haben Sie zuletzt länger mit jemandem gesprochen, der ganz andere Ansichten hatte als Sie? Die Aktion "Deutschland spricht" soll Zehntausende solcher Gespräche vermitteln. So können Sie dabei sein.

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Im gesellschaftlichen Diskurs wirken einige Fragen besonders polarisierend: "Sollten deutsche Innenstädte autofrei werden?" gehört dazu, oder auch "Sollte Deutschland seine Grenzen strikter kontrollieren?" und "Ist Donald Trump gut für die USA?". Doch die darauf folgenden Diskussionen werden kaum noch geführt, zu weit liegen die Lager vielfach schon auseinander.

Die Aktion "Deutschland spricht" soll das ändern und am 23. September 2018 überall in Deutschland politische Vier-Augen-Gespräche initiieren. Dabei sollen sich Zehntausende Diskussionspaare mit möglichst unterschiedlichen Ansichten treffen. An der Aktion beteiligen sich elf deutsche Medien, darunter "Zeit Online", die "Deutsche Presse-Agentur" und SPIEGEL. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt die Schirmherrschaft.

"'Deutschland spricht' ist ein spannendes Experiment, das dazu beitragen kann, Schweigen, Vorurteile oder Unverständnis in Austausch und Debatten zu verwandeln", sagt Barbara Hans, Chefredakteurin von SPIEGEL ONLINE. "Wir freuen uns sehr, Teil der Initiative zu sein."

Sie können dabei sein, indem Sie sieben Fragen zu Ihren politischen Ansichten auf unserer Seite beantworten und Angaben zu Ihrer Person sowie Ihre Kontaktdaten mitteilen. Per Algorithmus wird Ihnen dann ein anderer Teilnehmer vorgeschlagen, dessen Antworten möglichst gegenläufig waren und der in Ihrer Nähe lebt. Sie können dann selbst entscheiden, ob und wo Sie sich am 23. September treffen möchten.

Beantworten Sie hier sieben Fragen, um an "Deutschland spricht" teilzunehmen:

(Mehr zur Aktion "Deutschland spricht" finden Sie hier .)

Am Sonntagnachmittag des 23. September können sich die auf diese Weise vermittelten Diskussionspaare überall in Deutschland treffen. Wir werden ausgewählte Leserinnen und Leser bei ihren Gesprächen begleiten. Einige der Teilnehmer werden zudem nach Berlin eingeladen, wo sie mit ihrem Diskussionspartner im Rahmen einer Veranstaltung in Anwesenheit des Bundespräsidenten diskutieren können.

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Beim ersten "Deutschland spricht", einer Initiative von "Zeit Online", hatten sich im vergangenen Jahr vor der Bundestagswahl 12.000 Menschen angemeldet. Nun rufen insgesamt elf Medien gemeinsam dazu auf, sich mit einem politisch Andersdenkenden zu treffen: "Chrismon", die "Deutsche Press-Agentur", die "Schwäbische Zeitung", SPIEGEL, "Süddeutsche Zeitung Online", die "Südwest-Presse", "Tagesschau" und "Tagesthemen", "Der Tagesspiegel", "T-Online", die "Landeszeitung Lüneburg "und "Zeit Online".

Bei "Deutschland spricht" kommt die Plattform "My Country Talks" zum Einsatz, die von "Zeit Online" gemeinsam mit internationalen Partnern konzipiert, von Google finanziert und von der Berliner Agentur diesdas.digital umgesetzt wurde. Die Software ermöglicht es Medien weltweit, politisch Andersdenkende in Eins-zu-Eins-Gespräche zu vermitteln. Ihre mit der Teilnahme verbundenen Daten werden von "My Country Talks" gespeichert, die Datenschutzerklärung der Plattform finden Sie hier.

che/jon

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