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06. Dezember 2012, 09:58 Uhr

Rekordpreis

Raffael-Zeichnung für 36 Millionen Euro versteigert

Noch nie hat ein Sammler für eine Zeichnung auf Papier mehr gezahlt: Der "Kopf eines jungen Apostels", eine Arbeit des Renaissance-Malers Raffael, ist in London für umgerechnet mehr als 36 Millionen Euro versteigert worden.

Hamburg - Es ist die höchste Summe, die jemals bei einer Versteigerung für eine Zeichnung auf Papier gezahlt worden ist: Eine Arbeit des italienischen Renaissance-Malers Raffael, der von 1483 bis 1520 lebte, ist am Mittwoch vom Londoner Auktionshaus Sotheby's für 29,7 Millionen Britische Pfund (36,6 Millionen Euro) versteigert worden. Das sei zugleich der zweithöchste Betrag, der auf einer Auktion jemals für einen Alten Meister gezahlt wurde, teilte Sotheby's mit.

Bei dem Werk mit dem Titel "Kopf eines jungen Apostels" handelt es sich um eine mit schwarzer Kreide angefertigte Zeichnung, die der weltbekannte Künstler in Vorbereitung auf seine Malerei "Transfiguration" erstellte, die heute in der Vatikanischen Pinakothek in Rom hängt. Sotheby's hatte einen Erlös zwischen 10 und 15 Millionen Pfund erwartet. Die nun versteigerte Zeichnung befand sich zuletzt in Privatbesitz des Duke of Devonshire. Über den neuen Besitzer war zunächst nichts bekannt.

Mehrere Telefonbieter lieferten sich während der Auktion einen 17 Minuten langen Wettstreit. "Wer Glück hat, dem begegnet eine solche Arbeit einmal in seiner Karriere", sagte Gregory Rubinstein, bei Sotheby's für Alte Meister zuständig. "Einige der großartigsten Sammler der Welt haben heute mitgeboten."

syd/dpa/AP

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