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Denkmal-Ausstellung in Berlin: "Lenin ist gereinigt und sehr gut erhalten"

Im November 1991 wird Lenins Kopf in Berlin abtransportiert: "Sehr gut erhalten" Zur Großansicht
DPA

Im November 1991 wird Lenins Kopf in Berlin abtransportiert: "Sehr gut erhalten"

Ein monumentaler Lenin-Schädel zum Anfassen: In Berlin soll im Frühling eine Denkmal-Ausstellung eröffnen - mit ihr geht der heftige Streit um das Haupt des sowjetischen Revolutionärs zu Ende.

Die Berliner Ausstellung "Enthüllt" über die Denkmäler der Stadt soll voraussichtlich Ende April eröffnet werden. "Wir zeigen etwa 100 originale Denkmäler oder Teile davon. Wie mit ihnen umgegangen wurde, sagt viel über deutsche Geschichte", sagte Museumsleiterin Andrea Theissen. Die künftige Dauer-Schau "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" in der Zitadelle Spandau präsentiert auch einen 3900 Kilogramm schweren Lenin-Kopf aus Granit.

Um den Kopf war lange gerungen worden. Er war Teil eines monumentalen DDR-Denkmals in Ost-Berlin, das nach dem Mauerfall abgebaut, in mehr als 100 Teile zerlegt und am südöstlichen Stadtrand der Hauptstadt verbuddelt worden war. In einer spektakulären Aktion wurde der 1,7 Meter hohe Granitschädel im vergangenen September geborgen und zur Zitadelle gebracht.

"Lenin ist gereinigt und sehr gut erhalten. In der Ausstellung können ihn die Besucher wie alles andere anfassen", sagte Theissen.

mka/dpa

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1. So geht man mit Geschichte um!
spon-facebook-10000015195 04.01.2016
Ich fand und finde es immer noch unmöglich, dass so schnell alles was aus der DDR kam entsorgt oder versteckt wurde - als ob es die DDR nie gegeben hatte. Sollen so unsere Kinder lernen, wie man mit Geschichte umgeht?
2. Lenin in Deutschland
karl13 04.01.2016
Unglaublich wie es um Lenindenkmäler immer wieder verrückte Geschichten gibt. In Deutschland hat sich ein kunsthistorisches Projekt auf die Suche nach den letzten Leninstatuen auf deutschem Boden gemacht und hat auch die unglaublichen Anekdoten gesammelt, die es zu den einzelnen Figuren gibt. Empfehlenswert: www.leninisstillaround.com
3.
lupidus 04.01.2016
Zitat von spon-facebook-10000015195Ich fand und finde es immer noch unmöglich, dass so schnell alles was aus der DDR kam entsorgt oder versteckt wurde - als ob es die DDR nie gegeben hatte. Sollen so unsere Kinder lernen, wie man mit Geschichte umgeht?
für wieviele tote ist lenin nochmal verantwortlich ? wenn wir seine denkmäler stehen lassen, was sagt das dann wohl unseren kindern ? dass man ein denkmal nicht für 1 mio follower bekommt, aber für 1 mio tote ?
4. #3 lupidus:
hla63 05.01.2016
Verwechseln Sie das vielleicht mit Stalin? Im russ. Bürgerkrieg gab es 8 bis 10 Mio. Tote, bei Stalin bis zu 20 Mio. Opfer der Säuberungen und ca. 7,5 Mio. Opfer durch Hungersnöte wegen der Kollektivierung der Landwirtschaft. Außerdem hat Lenin immer davor gewarnt, Stalin an die Macht zu lassen, die Geschichte hat ihm leider Recht gegeben.
5.
P.Delalande 05.01.2016
Zitat von hla63Verwechseln Sie das vielleicht mit Stalin? Im russ. Bürgerkrieg gab es 8 bis 10 Mio. Tote, bei Stalin bis zu 20 Mio. Opfer der Säuberungen und ca. 7,5 Mio. Opfer durch Hungersnöte wegen der Kollektivierung der Landwirtschaft. Außerdem hat Lenin immer davor gewarnt, Stalin an die Macht zu lassen, die Geschichte hat ihm leider Recht gegeben.
Hitler hat meines Wissens auch niemanden selbst getötet, war der Mann etwa gar nicht der Verbrecher für den ihn die Welt zu recht hält? Übrigens hat Lenin den von Stalin durchgeführten Völkermord in der Ukraine selbst gefordert: Lenin 1919: "Die Kulaken sind der Todfeind der Sowjetherrschaft. Wir werden einen erbarmungslosen Krieg gegen die Kulaken führen! Tod ihnen allen! Das Proletariat muss den Kulakenaufstand mit eiserner Faust zerschmettern!" Der "Kulakenaufstand" war nichts weiter als Bauern die sich weigerten in Kolchosen zu arbeiten.
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