Enttäuschende Offerte ARD und ZDF bieten 90 Millionen Euro für Olympia

Für die Fernsehrechte an den Olympischen Spielen 2014 und 2016 haben ARD und ZDF nach SPIEGEL-Informationen nur knapp 90 Millionen Euro geboten. Bei einem ungünstigen Austragungsort 2016 könnten interessante Sportarten in Deutschland womöglich nur in der Nacht live gesehen werden.


Olympische Ringe: Ein Arbeiter bei den Olympische Spielen 2000 in Sydney
dpa

Olympische Ringe: Ein Arbeiter bei den Olympische Spielen 2000 in Sydney

Zur Wahl für die Sommerspiele 2016 stehen neben Madrid auch Tokio, Rio und Chicago. Für europäische Sender würden die Spiele damit womöglich zu ungünstigen Uhrzeiten übertragen. Am 2. Oktober wird entschieden, wo die Spiele 2016 stattfinden. Allerdings wollen ARD und ZDF ihr Angebot auch dann nicht aufstocken, wenn Madrid gewinnt, aber die spannendsten Wettbewerbe zu US-freundlichen Sendezeiten stattfinden.

Für das Internationale Olympische Komitee dürfte die Offerte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten enttäuschend sein: Das IOC hatte vergangenes Jahr ein Gebot der europäischen Sendergemeinschaft EBU als zu niedrig abgelehnt und wollte die Rechte in wichtigen Märkten lieber einzeln vermarkten.

Die Erwartung für Deutschland lag angeblich bei rund 200 Millionen Euro. Die Agentur Sportfive, der Sender RTL und die TV-Kette ProSiebenSat.1 haben zum Ablauf der Frist am vergangenen Freitag kein Angebot abgegeben. Der Abo- Kanal Sky ist dagegen noch im Rennen und hat dem Vernehmen nach über hundert Millionen Euro geboten.



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