Fall Claas Relotius So sammelte der Reporter offenbar privat Spenden ein

Claas Relotius hat offenbar Leser ermuntert, Geld für Protagonisten aus der Reportage "Königskinder" zu spenden. Wir zeichnen nach, wie er vermutlich vorging.

Relotius-Text "Königskinder" vom 9. Juli 2016 im SPIEGEL
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Relotius-Text "Königskinder" vom 9. Juli 2016 im SPIEGEL


Dieser Text wurde ergänzt und aktualisiert - u.a. um ein Statement der Anwälte von Claas Relotius. Mehr dazu am Ende des Artikels.

Das Schicksal zweier syrischer Kinder aus dem Relotius-Text "Königskinder" hat viele Leser so sehr berührt, dass sie spenden wollten. Jetzt wird klar: Der damalige freie Mitarbeiter des SPIEGEL hat nicht nur die Geschichte in großen Teilen erfunden - sondern auch unter falschem Vorwand privat von den Lesern Geld gesammelt, das er offenbar nicht, wie versprochen, weitergeleitet hat. In dem Schweizer Reporter-Sammelband "Wellen schlagen", der kürzlich erschienen ist, behauptet Relotius zudem, er habe in mühevoller Arbeit den beiden Kindern geholfen, in Deutschland adoptiert zu werden. Dies ist nach SPIEGEL-Informationen falsch.

Der Artikel über die syrischen Kinder Ahmed und Alin, die Geschwister sein sollen, erschien am 9. Juli 2016. In Relotius' Text sind die Eltern in Syrien ums Leben gekommen, die Kinder in die Türkei geflohen und arbeiten nun als Schwarzarbeiter in Anatolien. Die Geschichte sei, so schreibt Relotius in dem Text, "so lebendig und wahrhaftig, wie nur Kinder erzählen können". Es stimmt aber vermutlich nicht viel mehr in Relotius' Text als ein Name und eine Altersangabe.

Für den Beitrag erhielt Relotius 2017 den Reemtsma Liberty Award und den Katholischen Medienpreis. Der Text ist nach Aussage des Autors "sauber", also nicht gefälscht. Bei seinem Geständnis vor seiner Ressortleitung und dem designierten Chefredakteur Ullrich Fichtner erklärte er: "Stimmt wirklich. Ich weiß, schwer zu glauben, aber die stimmt." Dies wiederholte er auf Rückfrage.

Der Fotograf, mit dem Relotius bei dieser Recherche nachweislich unterwegs war, heißt Emin Özmen. Er ist ein international bekannter Fotograf aus Istanbul, der für die renommierte Agentur Magnum arbeitet. Der SPIEGEL hat mehrere Male mit Emin Özmen zusammengearbeitet und hat nun im Zusammenhang mit dem Fall Relotius Kontakt zu ihm aufgenommen. Özmen las den Text "Königskinder" daraufhin zum ersten Mal.

Özmen lebt in Istanbul und hat vor der Recherche mit Relotius bereits zum Thema Kinderarbeit in der Türkei fotografiert. Nach Aussage des Fotografen sind die Kinder in Relotius' Geschichte keine Geschwister. Der Junge sei auch kein Waisenkind und lebe weiterhin in Gaziantep, nicht in Deutschland.

"Sie müssten mir dann vertrauen"

Die angebliche Schwester kenne er nicht. Auch sonst sei die Biografie des Jungen erfunden, so Özmen, unter anderem aus den Geschichten von anderen Kindern zusammengesetzt, die sie bei ihrer Recherche gemeinsam getroffen hätten. So sei die Wohnung der Familie nicht von einer Bombe zerstört worden, und der Junge habe die Enthauptung eines Mannes in Aleppo weder gesehen, noch gefilmt. Ahmed habe auch nicht seine Mutter eigenhändig begraben, denn die sei noch am Leben und arbeite in einem Möbelgeschäft in Gaziantep. Sein Vater sei auch nicht von hinten erschossen worden, sondern verschollen.

Auf das fiktive Schicksal von Alin und Ahmed haben sich Dutzende Leser mit Briefen und E-Mails an die Redaktion gewandt und angeboten, den vermeintlichen Waisenkindern zu helfen - wenigstens finanziell. Der SPIEGEL selbst startete damals keine Spendenaktion, sondern verwies in einer späteren Ausgabe auf die Möglichkeit, an die türkische Hilfsorganisation Hayata Destek zu spenden, die sich um syrische Flüchtlingskinder kümmert (SPIEGEL 30/2016).

Relotius aber hat diesen Lesern, ohne Wissen des SPIEGEL, eine ausführliche E-Mail von seinem privaten Account geschrieben. Darin erzählt er, dass er regelmäßig mit den Kindern und deren Onkel in Kontakt sei, dass er sich um sie kümmern und sie in Sicherheit bringen werde.

Er schreibt von seiner Hoffnung, die Kinder und ihren Onkel zusammenbringen zu können: "Ahmed und Alin werden dann endlich einen Erwachsenen um sich haben, der es gut mit ihnen meint. Sie können dann wieder zusammenleben (und vielleicht irgendwann nach Deutschland kommen)." Schließlich wird er konkret: "Wenn Sie also bereit sind, der Familie Geld zu spenden, dann würde ich mich sehr darüber freuen. Als Privatperson kann ich Ihnen leider keine Spendenquittung ausstellen und auch nur meine private Kontoverbindung angeben. Sie müssten mir dann vertrauen - wie auch als Leser - dass ich selbstverständlich jeden Euro und jeden Cent zu 100% an Ahmed, Alin und ihren Onkel weiterleiten werde."

Er schreibt, er werde alle Spender gern auf dem Laufenden halten. Sie sollten unter dem Verwendungszweck "Hilfe für Ahmed und Alin" das Geld auf sein Bankkonto überweisen. Er wolle die Kinder "noch Ende Juli" wieder besuchen und dem Onkel und den Geschwistern das Geld innerhalb der "nächsten beiden Monate" übergeben. Für diese weitere Reise liegen im SPIEGEL-Rechnungswesen keine Unterlagen vor. Vier Leser haben sich beim SPIEGEL gemeldet und gaben an, Geld auf das Konto von Relotius überwiesen zu haben.

Einem der Leser schrieb er am 26. Juli 2016: "Es würde mich freuen, wenn wir den Spenderkreis erweitern können. Von einer Veröffentlichung meiner Mail im Internet bitte ich jedoch abzusehen." Den zuständigen Chefs erzählt Relotius nicht von seiner Spendenaktion. Auch die Redaktion hat erst durch die Aufarbeitung des Falls Relotius von der privaten Spendensammlung des ehemaligen Mitarbeiters erfahren. Leser haben sich gemeldet, die wissen wollen, ob nur die Geschichte unwahr sei oder auch die Spendenaktion - ob also ihre Spenden die Kinder erreicht haben oder nicht. Mindestens einem Leser hat Relotius, einen Tag, nachdem der SPIEGEL die Fälschungen von Claas Relotius öffentlich machte, eine E-Mail geschrieben, die dem SPIEGEL vorliegt.

Darin entschuldigt sich Relotius für die Täuschungen - die Spende habe er aber weitergeleitet: "Es gibt diese Geschwister wirklich und das Geld ist ihnen auch zugekommen". Weil er aber wisse, dass kaum jemand ihm noch glauben könne, biete er an, das Geld zurückzuzahlen, und bitte um Verzeihung "nicht als Redakteur, sondern als Mensch". Laut Özmen, der mit der syrischen Familie in Kontakt steht, sind nie Spenden an Ahmed weitergeleitet worden.

Von deutscher Familie adoptiert?

In dem Buch "Wellen schlagen" erzählt Claas Relotius nun, er habe nicht nur über die Flüchtlingskinder berichtet, sondern auch dafür gesorgt, dass sie dank der Spenden-Gelder von Lesern nicht mehr arbeiten müssten, auch sei er verantwortlich dafür, dass das syrische Geschwisterpaar von einer deutschen Familie nach monatelanger Arbeit adoptiert worden sei. So steht es auf Seite 35 des Bandes "Wellen schlagen: Die Geschichte danach - Reporter erzählen", herausgegeben von Margrit Sprecher, Mitherausgeberin der Zeitschrift "Schweizer Journalist", und Daniel Puntas Bernet, Chefredakteur der Zeitschrift "Reportagen".

Ahmed und Alin, die angeblichen Geschwister, leben heute laut Relotius "in einem Einfamilienhaus am Rande einer Kleinstadt in Niedersachsen. Alin ist fünfzehn, Ahmed wird bald vierzehn, sie lernen Deutsch in einer Vorbereitungsklasse, schließen erste Freundschaften, gehen einmal in der Woche zur Therapie, um die Bilder des Krieges und den Tod ihrer Eltern zu verarbeiten."

Laut dem Fotografen Emin Özmen, der mit Ahmeds Familie in Kontakt steht, ist dies alles eine Lüge. Özmen sagt, er habe den kleinen Bruder von Ahmed noch vor einem Monat in Gaziantep getroffen. Der habe ihm gesagt, Ahmed arbeite als Elektriker im Baugewerbe und lebe immer noch in der Stadt. Das Mädchen mit dem angeblichen Namen Alin kenne er nicht, es sei aber nicht Ahmeds Schwester. Wer das Mädchen auf dem Bild ist, das Relotius selbst fotografierte, wird DER SPIEGEL versuchen aufzuklären.

Relotius beschreibt in dem Sammelband ausführlich die Reise, die er im Frühsommer 2016 "gemeinsam mit einem türkischen Fotografen", den er nicht namentlich erwähnt, nach Anatolien unternahm: "Nach neun Tagen Recherche ohne Ergebnis und einem Tag auf der Polizeiwache in Gaziantep, einer türkischen Amtsstube mit kafkaesken Zügen, rechneten wir kaum noch mit Reporterglück."

Laut Özmen haben Claas Relotius und er nur fünf Tage in Gaziantep und Mersin verbracht. Sie waren auch nicht auf einer Polizeistation.

Relotius behauptet in dem Buch, der Fotograf und er seien am Rande einer verlassenen Ausfallstraße zufällig "einem kleinen, schmächtigen Jungen" begegnet. "Er zog einen Wagen voll Schrott, doppelt so schwer wie er selbst, hinter sich her. Sein Gesicht war schwarz vor Dreck, seine Hände mit Blasen übersät. Sein Name sei Ahmed, er sei zwölf Jahre alt, sagte er uns, und er stamme aus Aleppo. Seine Eltern seien tot, von Soldaten und Scharfschützen Assads ermordet, nun arbeite er in dieser großen, fremden Stadt für einen Schrotthändler, nun sammele er jede Nacht Müll für ein paar Lira, nun versuche er, allein zu überleben."

Laut Özmen hat Ahmed nicht auf einem Schrottplatz, sondern mit seinem kleinen Bruder Mahmud in einer Autowerkstatt gearbeitet. Sie gehöre mittlerweile Ahmeds Onkel Hisam. Ahmeds Vater sei auch nicht von Scharfschützen ermordet worden. Ahmed lebe auch nicht in einem "Verschlag aus Wellblech und Brettern" zusammen mit "neun Jungen aus Homs und aus Aleppo", wie Relotius es im SPIEGEL schilderte, sondern in einer Wohnung mit seiner Mutter und zwei Geschwistern.

Ganz verschiedene Versionen

Relotius flog nach dem Aufenthalt in Gaziantep Ende Mai zurück nach Hamburg. Am 1. Juni 2016 bekam Özmen eine E-Mail von Relotius, darin schrieb er, die letzten Tage im Hamburger Büro seien "etwas enttäuschend" gewesen. Der Grund: Ein anderes Magazin habe eine ähnliche Geschichte veröffentlicht, man sei nun mit der ursprünglich geplanten Reportage im Verzug. Aber: "Keine Sorge, wir bringen schon eine Geschichte mit deinen Fotos - es wird vielleicht eine andere und größere Geschichte."

Relotius kündigte Özmen eine weitere Reise nach Gaziantep an, er wolle sich noch einmal mit Ahmed unterhalten, sagte aber, Özmen müsse ihn dabei nicht mehr begleiten. Die zwei, drei Fotos, die Özmen von dem Jungen gemacht habe, seien "großartig", man werde sie benutzen. Laut Reiseunterlagen des SPIEGEL kam es zu keiner weiteren Dienstreise in die Türkei.

Im Sammelband "Wellen schlagen" hingegen erzählt Relotius wieder eine andere Version der Geschichte: Der syrische Junge Ahmed habe ihm und dem Fotografen erzählt, er habe eine Schwester namens Alin, die mehr als 400 Kilometer weiter westlich, in der Küstenstadt Mersin lebe. Dorthin sei er gemeinsam mit dem Fotografen gereist. "In Mersin suchten wir drei Tage nach Alin, ehe wir die Fabrik fanden, in der sie täglich arbeitete. Es verging noch eine ganze Woche, bis wir die Erlaubnis bekamen, sie in dem fensterlosen Keller, in dem sie vom Morgengrauen bis zur Dunkelheit an einer Maschine saß und Kleider nähte, zu besuchen."

Laut Özmen hat Ahmed keine Schwester namens Alin, keine Schwester in Mersin und auch keine Schwester, die in einer Kleiderfabrik arbeitet. Er habe nicht mit Relotius nach dieser Schwester gesucht und ihn auch nie auf dieser angeblichen zweiten Reise begleitet. Im SPIEGEL war ein Bild abgedruckt, das die vermeintliche Schwester Alin zeigen sollte. Das Foto wurde von Claas Relotius selber aufgenommen, nicht von Emin Özmen. Die tatsächliche Identität des Mädchens auf diesem Bild ist noch unbekannt.

Relotius behauptet in seinem Beitrag für das Buch "Wellen schlagen", zwei Tage nach der Veröffentlichung seiner Reportage habe sich bei ihm "der Manager des EU-Treuhandfonds für Flüchtlinge der Syrienkrise" gemeldet und angeboten, Ahmed und Alin in einem SOS-Kinderdorf unterzubringen. Drei Tage nach der Veröffentlichung habe sich ein Sprecher des FC Bayern München gemeldet, "der vorschlug, sie im Flüchtlingsheim des Vereins aufzunehmen." In der Tat hatte sich der Operations Manager des EU-Treuhandfonds bei Relotius gemeldet und seine Hilfe angeboten, erhielt aber nie eine Antwort. DER SPIEGEL hat den FC Bayern um eine Stellungnahme gebeten.

Relotius schreibt in dem Beitrag weiter, dass sich am fünften Tag nach Erscheinen seines Textes im SPIEGEL schließlich ein Unternehmer aus Kalifornien gemeldet habe, Asad Jamal, Gründer der Investmentfirma ePlanet Capital, laut Relotius "einer der reichsten Männer der USA". Jamal habe ihn nach der Veröffentlichung von "Königskinder" gedrängt, für die Ausreise der Kinder in die USA zu sorgen, damit Jamal sie dort adoptieren könne.

Auf SPIEGEL-Anfrage hat Jamal nun mitgeteilt, dass er und seine Frau Relotius tatsächlich kontaktiert haben. Demnach haben sie "zwei Lösungen" angeboten: Adoption oder, wenn Adoption nicht möglich sei, finanzielle Unterstützung durch ein türkisches Kinderheim. Relotius habe daraufhin geantwortet, den Kindern gehe es gut, ein Onkel kümmere sich um sie. Relotius habe ihm auch seine Kontodaten geschickt, damit er für die Kinder spende. Asad Jamal: "Nachdem ich zu dem Schluss gekommen war, dass er ein Betrüger ist, stellte ich meine Kommunikation mit ihm ein."

Desweiteren schreibt Relotius, er und der Fotograf hätten monatelang versucht, die Kinder nach Deutschland zu holen, seien aber an deutschen und türkischen Behörden gescheitert. "Um die Zeit zu überbrücken, sorgten wir dafür, dass sie in einem anatolischen Heim für Flüchtlingswaisen untergebracht wurden", schreibt Relotius. Und: "Dank der Spendengelder, die SPIEGEL-Leser auf mein privates Konto überwiesen, mussten sie keinen Tag länger arbeiten und durften endlich wieder zusammen sein."

Özmen sagt dem SPIEGEL, Ahmed habe nie Geld von Relotius erhalten.

Vermeintliche Rettungsaktion

Seinen Lesern berichtet Relotius in einer privaten E-Mail vom 20. September 2016, er sei im August in die Türkei gereist, und habe in Mersin das Mädchen Alin besucht. Er schreibt: "Wir haben sie aus der Fabrik geholt, genau wie Ahmed vom Schrottplatz. Beide Kinder müssen nicht mehr arbeiten, stattdessen gehen sie jeden Tag zur Schule, in einem Wohnviertel in Mersin, wo der Onkel mit einem Teil des von ihnen gespendeten Geldes ein kleines Haus gemietet hat. Sie können dort mit türkischen Kindern auf der Straße spielen, werden zudem einmal die Woche auch psychologisch betreut." Seinen Kollegen und seiner Ressortleitung beim SPIEGEL hat Relotius nie von dieser vermeintlichen Rettungsaktion zweier Waisenkinder erzählt. Es hat sie laut Özmen auch nie gegeben.

"Erst im Herbst 2017", so Relotius in "Wellen schlagen" weiter, "fast eineinhalb Jahre nach unserer ersten Begegnung mit ihnen, stiegen sie in Istanbul in ein Flugzeug nach Hannover. Ein deutsches Ärzte-Ehepaar hatte sich die ganze Zeit um ihre Adoption beworben, glaubhaft versprochen, gut für sie zu sorgen. Ahmed und Alin hatten sich ihre neue Familie selbst ausgewählt, anhand von Fotos und Briefen, die wir ihnen schickten." Auch diese Behauptung ist eine Fiktion. Laut Bundeszentralstelle für Auslandsadoption können Adoptionen nur über bestimmte Trägervereine oder Adoptionsstellen der Jugendämter erfolgen.

"Ich halte Kontakt zu der Familie", schreibt Relotius schließlich, "habe die Kinder aber noch nicht besucht, seitdem sie in Deutschland sind. Ich will keine Wunden aufreißen, sie nicht dabei stören, langsam ein neues Leben zu beginnen. Hat sich das Leben von Ahmed und Alin durch unsere Reportage zum Besseren verändert? Ja, ganz sicher. Nur eine Frage bleibt für immer: Haben wir das Beste für sie entschieden?" Auch dabei handelt es sich um eine Lüge.

Was Claas Relotius mit den Spendengeldern gemacht hat, ist unklar. Er war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der SPIEGEL geht diesen Fragen derzeit nach und bittet um Mithilfe bei der weiteren Aufklärung.

Nachtrag: Mit Datum vom 27.12.2018 hat Claas Relotius über seine Anwaltskanzlei die obigen Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt. Er macht geltend, die Spenden nicht selbst vereinnahmt zu haben und dies auch nicht beabsichtigt zu haben. Vielmehr habe er das bei SPIEGEL-Lesern privat eingesammelte Geld - es handele sich um über 7000 Euro - auf 9000 Euro aufgestockt und für einen anderen guten Zweck verwendet. Den Wortlaut der Pressemitteilung finden Sie hier:

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Weiterer Nachtrag: Die Diakonie Katastrophenhilfe bestätigte auf Anfrage am 28. Dezember 2018 den Eingang einer Spende von Relotius in Höhe von 9000 Euro. Sie sei im Oktober 2016 überwiesen worden, so eine Sprecherin. Das Geld sei zeitnah verwendet worden. Es sei einem Gemeindezentrum im Nordirak zugute gekommen, das sich um vertriebene Kinder aus dem Irak und Syrien kümmert.

red

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