Fanjux mit falscher Fahne Schon wieder Rot-Schwarz-Gold in der ARD

Rot-Schwarz-Gold statt Schwarz-Rot-Gold: Schon wieder war in der ARD die falsche Deutschlandfahne zu sehen. Bei einer Liveübertragung flatterte sie plötzlich übergroß hinter einem Reporter - offensichtlich machte sich ein Fan einen Jux aus der peinlichen "Tagesthemen"-Panne.


Berlin - Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen - aber dass die ARD den Spott über ihre "Tagesthemen"-Panne dann auch noch versehentlich live überträgt, ist eine besondere Wendung der Geschichte.

Sonntagabend um 19.04 Uhr in der ARD: Hinter Livereporter Dietmar Teige flattert auf der Berliner Fanmeile plötzlich eine riesige Fahne, die genauso aussieht wie jene in den "Tagesthemen" vor einer Woche: Rot-Schwarz-Gold statt Schwarz-Rot-Gold.

RBB-Reporter Teige verkündet, dass die Berliner Fanmeile dicht und die Stimmung in der Hauptstadt bestens sei - doch weder er noch Moderator Gerhard Delling bemerken die falsche Fahne. Oder sie verlieren einfach kein Wort darüber.

Offenbar macht sich ein Fan einen Spaß mit dem Fernsehsender, denn kein Land der Welt hat eine rot-schwarz-goldene Fahne. Sie muss also eigens geschneidert worden sein.

Die RBB-Pressestelle war am Sonntagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Am Montag jedoch erklärte sie sich gegenüber SPIEGEL ONLINE: Als man den Fan bemerkt habe, sei er gebeten worden, mit der Fahne nicht mehr durchs Bild zu laufen. Dieser Bitte sei der Mann gefolgt.

Die ARD hatte wegen der Panne am Samstag vor einer Woche viel Häme einstecken müssen. In einem Bericht zum bevorstehenden Halbfinale zwischen der Türkei und Deutschland war in einer Grafik hinter Moderator Tom Buhrow die falsche rot-schwarz-goldene Fahne zu sehen.

"Oh nein!", schrieb tags darauf der zweite Chefredakteur von ARD aktuell, Thomas Hinrichs, in einem Blogeintrag, der die peinliche Panne erklären sollte. Fazit: "So ein Fehler ist inakzeptabel." In der Redaktion sei man über die ernste Angelegenheit "sehr zerknirscht". Er begründete die Panne im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE mit einer Kombination "aus technischem und menschlichem Versagen".

plö



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