Literaturchefin der Zeitung Felicitas von Lovenberg verlässt die "FAZ"

Unter Frank Schirrmacher war Felicitas von Lovenberg zur Verantwortlichen für Literatur und literarisches Leben aufgestiegen. Nun will die Kritikerin das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" verlassen - nach München.

Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg (Archivbild): Abschied von der "FAZ"
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Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg (Archivbild): Abschied von der "FAZ"


Die Literaturkritikerin Felicitas von Lovenberg, 41, verlässt die "Frankfurter Allgemeine". Wie Lovenberg dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL bestätigt, will sie spätestens Ende Januar aus der Redaktion ausscheiden und nach München ziehen. Private Gründe seien ausschlaggebend. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Die neue Ausgabe finden Sie hier.)

Lovenberg, die für den SWR die Sendung "Lesenswert" moderiert, gehört der "FAZ" seit 1998 an. Unter Feuilleton-Herausgeber Frank Schirrmacher war sie zur Literaturchefin aufgestiegen. Nach Schirrmachers plötzlichem Tod im Juni 2014 war sie als dessen Nachfolgerin gehandelt worden.

Seit dem Amtsantritt des neuen Herausgebers Jürgen Kaube in diesem Januar haben mehrere Redakteure das Feuilleton verlassen.

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
palef 30.10.2015
1. ...kann ich verstehen...
..für manchen Intellekt geht's nicht weiter nach rechts...
Abel Frühstück 30.10.2015
2.
Der Aderlass im FAZ-Feuilleton nach Schirrmachers Tod ist schon beachtlich. Ich finde, es hat sich im letzten Jahr zu einem ziemlichen Sammelsurium entwickelt, die diskussionsstarken Artikel und überraschenden, tels erstaunlich subkulturellen Themen wie noch vor ein paar Jahren werden immer seltener. Schade drum.
K:F 30.10.2015
3. Frau von Lovenberg, Ihnen alles Gute
Tja, private Gründe. Wenn eine Führungskraft so geht, liegt es meist daran, dass der neue Vorgesetzte mit seiner Führungskraft nicht kann und umgekehrt dann wohl auch nicht.
Eugenius4 30.10.2015
4. Das ist
... leider ein deutliches Zeichen, wenn so eine bedeutende Journalistin die FAZ verlässt. Schade drum. Gerade das Feuilleton machte die FAZ immer besonders und unverwechselbar im mittlerweile meist drögen Zeitungs-Einerlei. Liegt wohl an den Leuten, die heutzutage das Kommando über die Redaktionen haben und vom Zeitungmachen nichts verstehen. Die könnten genau so gut (oder schlecht) auch Seife verkaufen.
syracusa 30.10.2015
5. FAZ im Niedergang
Schirrmachers linksliberales Feuilleton war mir immer ein willkommener Ausgleich zum rechts- und wirtschaftsliberalen Rest der FAZ. Sein Tod hat eine tiefe Lücke gerissen. Nun dominieren in der FAZ rechte Propagandisten einer law-and-order Politik wie Jasper von Altenbockum. Noch lese ich sie täglich, aber mit immer weniger Genuss.
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