Wahlhelfer Fettes Brot als Wahlhelfer in Altona

Welch eine Überraschung: Die Hamburger Hip-Hopper Fettes Brot verdingten sich in Hamburg-Altona als Wahlhelfer: "Geile Typen!"

Fettes Brot 2015 beim kostenlosen Danke-Konzert für freiwillige Flüchtlingshelfer
DPA

Fettes Brot 2015 beim kostenlosen Danke-Konzert für freiwillige Flüchtlingshelfer


Die Hamburger Hip-Hopper von Fettes Brot sorgten am Sonntagnachmittag spontan für gute Laune: Sie halfen in einem Wahlbüro in Hamburg-Altona an der Wahlurne und bei den Listen:

Möglich, dass sie hofften, mit ihrer Anwesenheit den ein oder anderen Wähler noch zum Nachdenken zu bewegen, wo er seine Kreuzchen machen sollte - frei nach ihrem Hit "Jein" von 1996: "Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein?"

Die Musiker von Fettes Brot sind bekannt dafür, sich oft und gern bei Gegen-rechts-Rock-Projekten zu engagieren. So sind sie auch auf der DVD "Kein Bock auf Nazis Reloaded" mit von der Partie.

bsc



insgesamt 9 Beiträge
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hoeffertobias 25.09.2017
1. Erstaunlich, .......
...... dass sich Menschen mit einer eindeutigen politischen Meinung bei einer deutschen Bundestagswahl als Wahlhelfer in ein Wahllokal einschleichen können. Man stelle sich vor, dass sich die Böhsen Onkelz in einem Dresdner Wahllokal als Wahlhelfer betätigten! Der Aufschrei würde bis nach Washington zu hören sein. Ob es wirklich demokratisch ist, den Wähler durch eine gezielte Besetzung der Wahlhelfer - in welche Richtung auch immer - zu beeinflussen, wage ich zu bezweifeln. Es zeigt sich aber auch hier, dass der Zweck die Mittel heiligt. Ich finde das peinlich!
naklar261 25.09.2017
2. @1 Lösungsvorschlag?
Haben sie auch etwas konstruktives beizutragen oder wollten sie nur einfach mal meckern? Wie definieren sie denn eine "neutrale" Person oder wie könnten wir Wahlhelfer unparteiisch erscheinen lassen? Mein Vorschlag wäre hier das Wahlhelfer nur noch uniformiert und vermummt arbeiten dürfen. Weitere Anregungen willkommen.
marianne.weber 25.09.2017
3.
Naja so haben die vielleicht den ein oder anderen Nicht-Wähler noch ins Wahllokal gelockt. Eigentlich ja nicht schlecht, aber so eskaliert dieses an sich schon wichtige Event wahrscheinlich eher zu einer alternativen Autogrammstunde. Ob das so zielführend ist?
niska 25.09.2017
4.
Zitat von hoeffertobias...... dass sich Menschen mit einer eindeutigen politischen Meinung bei einer deutschen Bundestagswahl als Wahlhelfer in ein Wahllokal einschleichen können. Man stelle sich vor, dass sich die Böhsen Onkelz in einem Dresdner Wahllokal als Wahlhelfer betätigten! Der Aufschrei würde bis nach Washington zu hören sein. Ob es wirklich demokratisch ist, den Wähler durch eine gezielte Besetzung der Wahlhelfer - in welche Richtung auch immer - zu beeinflussen, wage ich zu bezweifeln. Es zeigt sich aber auch hier, dass der Zweck die Mittel heiligt. Ich finde das peinlich!
Ähm, Sie wissen schon, dass im Wahllokal nicht mehr beeinflusst werden kann und darf, mit z. B. Parteishirt oder Schal wird man rausgeschmissen? Die Wahlhelfer (meist aus verscheidenen Parteien) kontrollieren sich gegenseitig. Wenn bei uns statt der Brote der ortsbekannte CDU-GR-Fraktionsführer und sein ebenfalls bekanntes SPD-Gegenstück am Tisch sitzen ist das dann Ihrer Meinung nach auch Beinflussung und wenn ja, in welche Richtung genau?
derÖtze 25.09.2017
5. meist aus verschiedenen Parteien
@niska Aha, Wahlhelfer kommen meistens aus verschiedenen Parteien! So ein Blödsinn, ich habe in Berlin öfter mal bei einer Wahl geholfen, da war vielleicht der Vorsitzende aus einer Partei. Das darauf geachtet wurde, daß verschiedene Parteien sich gegenseitig beobachten in den Wahllokalen war schon deshalb nicht möglich, weil man händeringend Wahlhelfer suchte. Allerdings nahmen in meinen Wahllokalen die Helfer die gesetzlichen Bestimmungen ernst. Da durfte nicht mal die 5-jährige Tochter oder der Hund mit in die Kabine. Allein Ihr Satz "im Wahllokal nicht mehr beeinflusst werden kann und darf" zeugt von Realitätsverlust. Das man etwas nicht darf, heißt in unserer leider immer weniger prinzipientreuen Welt nicht, daß man es nicht kann.
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