Fluxus-Kunst Emmett Williams gestorben

Emmett Williams, ehemaliger Weggefährte von Joseph Beuys, ist in der Nacht zum Mittwoch in Berlin gestorben. Der amerikanische Dichter und Perfomance-Künstler gehörte zu den Begründern der Fluxus-Bewegung, die auch die Pop-Art inspirierte.


Der 1925 in Greenville (South Carolina) geborene Williams gehörte mit Joseph Beuys, George Maciunas, John Cage und Nam June zu den Begründern der Fluxus-Bewegung. Sie beeinflusste maßgeblich die Kunst nach 1945, darunter auch die Pop-Art.

Mit der 1962 von dem aus Litauen stammenden Maciunas gegründeten Bewegung sollten Formen der Aktionskunst, Dichtung und Musik zu einem Gesamtwek vereint werden. Williams nahm an Maciunas' Gründungs-Happening in Wiesbaden teil. Zu den bekanntesten Arbeiten der Fluxus-Bewegung gehören Aktionen wie "Celtic+~ oder Eurasienstab" von Beuys und Henning Christiansen, bei dem Musik, Theater, Installationen und Filme zu einem Collage- Werk vereint wurden.

Williams arbeitete von 1957 bis 1959 mit dem Schweizer Daniel Spoerri im Darmstädter Kreis für konkrete Poesie sowie mit Claes Oldenburg zusammen. Er war Präsident des Internationalen Künstlermuseums in Lodz und wurde 1996 mit dem Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Zu seinen wichtigsten Werken gehört der erotische Gedichtband "sweethearts" (1966). Sein autobiografisches Werk "My Life in Flux - and Vice Versa" wurde 1992 veröffentlicht.

Den überwiegenden Teil seines Lebens hat Williams in Europa gelebt. Seine Lebensgefährtin, die Künstlerin Ann Noel, gab seinen Tod bekannt. Emmett Williams ist 81 Jahre alt geworden.

van/dpa



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