Mit 83 Jahren US-Fotograf Bert Stern ist tot

Er prägte die Werbefotografie der 50er und 60er Jahre. Weltberühmt machte ihn jedoch ein ganz besonderes Shooting: Bert Stern war der Letzte der Marilyn Monroe fotografierte. Jetzt ist der US-Fotograf Bert Stern, der die Werbefotografie zur Kunstform machte, gestorben.

AFP

Hamburg - Seine Bilder von Marilyn Monroe machten ihn weltberühmt: Der amerikanische Fotograf Bert Stern ist im Alter von 83 Jahren in New York gestorben. Dies teilte seine Lebensgefährtin, die Filmemacherin Shannah Laumeister, mit.

Stern wurde mit seinen Werbe- und Modefotos international bekannt. Als einer der ersten Starfotografen porträtierte er Berühmtheiten wie Audrey Hepburn, Sophia Loren, Elizabeth Taylor, Twiggy und Brigitte Bardot.

Berühmt wurde er jedoch als der Mann, der die letzten Aufnahmen von Marylin Monroe machte. Sechs Wochen vor ihrem Tod machte er für die "Vogue" 2571 Porträtaufnahmen von der fast nackten Diva. Drei Tage verbrachten die beiden im Juni 1962 zusammen im Hotel Bel-Air in Los Angeles. Am 5. August starb Monroe an einer Überdosis. Die Bilder wurden unter dem Titel "Die letzte Sitzung" weltberühmt. Es sei ein "einmaliges Erlebnis" gewesen, sagte Stern später über die Begegnung.

Stern, Jahrgang 1929, machte sich in der Werbeindustrie der sechziger Jahren einen Namen. In seiner 50-jährigen Karriere prägte er maßgeblich die Entwicklung der Werbefotografie zur Kunstform. Seine Werke sind unter anderem im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

gam/dpa/AP



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broderlein 28.06.2013
1.
Wieder ein SPON-Artikel, der die Dinge praktisch auf den Kopf stellt. Sterns Bedeutung als Fotograf geht nicht vor allem auf seine Portraits von Marilyn Monroe zurück. Stern war ein Star und großer Künster lange lange bevor er MM fotografiert hat. Es war geradezu die Voraussetzung, dass sie ihm diese einzigartige Fotostudie hat machen lassen. Im Übrigen hat nicht Stern die letzten Bilder von Marilyn Monroe gemacht, seine fanden nur mehr Beachtung. Als Würdigung für diesen großartigen Fotografen sollte SPON vielmehr seine revolutionären Werbebilder aus Sterns Anfangszeit zeigen. Er hat zum Beispiel mit seinen Werbebildern für die Wodka Marke Smirnoff eine ganz neue Bildersprache für die Werbung angestoßen. Sein Bild Smirnoff, Great Pyramid of Giza von 1955 ist eine Ikone in der Geschichte der Produktfotografie, also auch lange vor seinen Porträtaufnahmen. Diese Bilder wirken heute nicht mehr revolutionär, weil Stern einer derjenigen war, der diese neue Bildersprache geschaffen hat. Seine größten Erfolge als Fotograf gehen nicht auf seine spektakuläre Sitzung mit MM zurück, sondern seine Karriere war da bereits begründet und definiert. Eines der besten Bilder der Serie ist das Selbstportrait von beiden aufgenommen in einem Spiegel. Zwei Stars in einer kreativen Sitzung. Dieses Bild portraitiert Stern auch als das was er war, ein eigenständiger Star.
broderlein 28.06.2013
2. Bessere Würdigung
http://www.nytimes.com/2013/06/27/arts/bert-stern-elite-photographer-known-for-images-of-marilyn-monroe-dies-at-83.html?ref=obituaries&_r=1&
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