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Zenith-Fotopreis: Wie leben Muslime in Deutschland?

Zenith-Fotopreis: Bin ich etwas Besonderes? Fotos
Jana Ritchie

Die Zeitschrift "Zenith" prämiert die besten Bilder deutsch-muslimischer Lebenswelten. Gewonnen haben Fotoserien über eine junge Berliner Muslima, eine Straße in Köln und afrikanische Kinder, die das deutsche Herz im Harz entdecken.

Hamburg/ Berlin - Drei Fotografen sind für ihre Arbeiten über muslimisches Leben in Deutschland mit dem Zenith-Fotopreis ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am Mittwochabend in Berlin statt. Die Auszeichnung wird vom "Zenith"-Magazin vergeben, einer Zeitschrift für arabisch-muslimische Themen.

Den Hauptpreis gewann die Fotografin Jana Ritchie mit einer Serie über die Muslima Ayse-Gül. Die 32-jährige Deutschtürkin wohnt in Berlin-Kreuzerg; Ritchie hat sie in ihrem Alltag begleitet, sie beim Beten, Arbeiten und Ausgehen fotografiert. Die Fotografin zeigt sich fasziniert davon, wie gut Ayse-Gül ihre Religion in das tägliche Leben integrieren kann. Sie hoffe, auch im nächsten Jahr die Familie Ayse-Güls porträtieren zu dürfen.

Einen Preis für die beste Amateurfotografie erhielt Gerhard Bonse, der die Kölner Keupstraße zehn Jahre nach dem Nagelbombenanschlag besucht hat. Seine Fotos zeigen fröhliche deutsch-türkische Fußballfans in Podolski- und Galatasaray-Trikots. Der Fotograf nimmt die Keupstraße als fremd und vertraut zugleich wahr, ein Gefühl, das seine Fotos sehr genau widerspiegeln.

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Zenith-Fotopreis: 800 Meter Deutschtürkei
In einer dritten Kategorie war das "Zenith"-Lesepublikum zur Online-Abstimmung aufgerufen. Die Leser kürten eine Fotoserie von Tobias Rusteberg zum Gewinner des Publikumspreises. Rusteberg hatte senegalesische Gastschüler im Harz beim Entdecken des deutschen Alltags begleitet. Besonders Rückschlagsportarten schienen es den Gästen dabei angetan zu haben: Hocherfreut spielten sie Tennis, Badminton und Tischtennis.

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Zenith-Publikumspreis: Vom Senegal in den Harz
Robert Chatterjee, Leiter des Preis-Projektes und Chef von zenithonline.de, sagte zu den diesjährigen Einsendungen: "Fotostrecken über indonesische, senegalesische oder bengalische Muslime in Deutschland zeigten eine Vielfalt von Lebenswelten, die wohl selbst Muslimen türkischer oder arabischer Herkunft nicht bewusst ist. Vor allem aber wohnt dem Alltag, der einen Großteil der Einsendungen prägt, eine entwaffnende Qualität inne. Das macht eine ehrliche und ernsthafte Debatte über Muslime in Deutschland möglich."

Der fünfköpfigen Jury gehörten unter anderem der Fotograf Marcel Mettelsiefen, der Journalist Süleyman Bag und Florian Harms, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE, an.

cri

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