Deutscher Journalisten-Verband Frank Überall zum DJV-Chef gewählt

Nach zwölf Jahren bekommt die größte Journalisten-Organisation des Landes einen neuen Chef: Der Kölner Frank Überall setzte sich gegen zwei andere Kandidaten durch und folgt als DJV-Chef auf Michael Konken.

Spricht nun für die Interessen von rund 35.000 Journalisten: Frank Überall
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Spricht nun für die Interessen von rund 35.000 Journalisten: Frank Überall


Ein Hörfunkjournalist ist der neue Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Der 44-jährige Frank Überall wurde am Montag bei der Verbandstagung in Fulda an die Spitze des bundesweit größten Journalisten-Verbandes gewählt. Bei der Abstimmung setzte sich der Medien- und Politikwissenschaftler aus Köln durch.

Überall ist als freier Journalist tätig, vor allem beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) und bei der ARD. Er hat aber auch schon Texte bei SPIEGEL ONLINE veröffentlicht - zu korrupten Professoren, einer Razzia gegen Milli Görüs und überdie Eigenschaften, die ein Bundespräsident haben müsste.

Zwei Gegenkandidaten hatten das Nachsehen. Beworben hatte sich auch Alexander Fritsch. Der Vorsitzende des Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg ist seit 2005 Chef vom Dienst bei der Deutschen Welle. Am Sonntag hatte auch noch Hans Werner Conen, früherer Vorsitzender des DJV Berlin-Brandenburg, seine Kandidatur überraschend bekannt gegeben.

Auf Conen, der bei dem Verbandstag in Fulda nicht anwesend war, entfiel allerdings nach Angaben des Branchendienstes Kress keine einzige Stimme. Für Fritsch stimmten 118 Delegierte, während Frank Überall mit 130 Stimmen gewählt wurde.

Überall übernimmt zunächst für die kommenden zwei Jahre die Nachfolge von Michael Konken. Der 62-Jährige will sich nach zwölf Jahren im Amt als Bundesvorsitzender und fünfmaliger Wiederwahl wieder mehr seiner Unitätigkeit widmen.

feb/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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in-teressant! 02.11.2015
1. Hoffentlich...
...ist Überall ein wenig lauter als Leisetreter Konken.
jubiladino 02.11.2015
2. Man kann ja dazulernen ...
Frank Überall, ist das der Prof. Dr. Frank Überall, der über den kölschen Klüngel promoviert hat? Der mit seiner Unterscheidung zwischen positivem und negativem Klüngeln jedem Korruptor in Köln eine Brücke gebaut hat. Seit seiner Arbeit sagen in Köln die üblichen Verdächtigen, „negativer Klüngel“, also Korruption, ich doch nicht – ich, nur positiver Klüngel. Leider hatte er nicht gemerkt, dass in Köln das Wort „Klüngel“ schon länger kontaminiert ist. Glückwunsch zu seiner Wahl.
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