"Frankfurter Rundschau": Gerettet, aber künftig nur noch eine Mini-Redaktion

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"Frankfurter Rundschau": Künftig nur noch mit Mini-Redaktion

Nach der Übernahme der "FR" durch die "FAZ" gibt es nach SPIEGEL-Informationen nun Details zur Redaktion. Künftig sollen nur 17 Redakteure den überregionalen Teil der Zeitung stemmen. Trotz der Mini-Crew gibt es auch Erleichterung: Das Blatt könne sein linksliberales Profil schärfen.

Die "FAZ" will den überregionalen Teil der Anfang des Jahres übernommenen "Frankfurter Rundschau" mit einem Mini-Team stemmen. Nach Informationen aus Verlagskreisen sollen für den Politik- und Nachrichtenteil sieben, für die Wirtschaft vier, für den Sport drei und für den Kulturteil drei Redakteure arbeiten. Die meisten werden neu eingestellt, da die "FR" noch bis Ende Mai ihren Mantelteil komplett von der "Berliner Zeitung" geliefert bekommt.

Mit dem ehemaligen Schwesterblatt ist überdies eine Kooperation über die Lieferung von Texten vereinbart. In der Redaktion der "FR" wird die Schrumpfkur mit gemischten Gefühlen gesehen. Das Team sei eigentlich zu klein, aber immerhin bestehe die Chance, das linksliberale Profil des Blattes wieder zu schärfen, weil die Frankfurter dann selbst entscheiden können, welche Texte erscheinen. Überraschend positiv fiel die Befragung der "FR"-Leser aus.

Die meisten sprachen sich dafür aus, das kleinere Tabloid-Format beizubehalten. Im Verlag hatte man eher mit einer Ablehnung der 2007 eingeführten Form gerechnet und sogar überlegt, zum Broadsheet-Format zurückzugehen, in dem auch die "FAZ" erscheint. Eine Entscheidung über das Format steht indes noch aus.

Nach jahrelanger Krise hatte die "FR" aufgrund der hohen Verluste im vergangenen November Insolvenz angemeldet. Im Februar 2013 hatte schließlich die "FAZ" das kriselnde Blatt übernommen.

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insgesamt 4 Beiträge
kantundco 28.04.2013
Wer, der das lesen will, wird dafür bezahlen? Linksliberales Utopistentum? Soll die Redaktion lieber einen Blog aufmachen, der kost kein Geld. Aber es tut gut, dass sich auch Fantasten den natürlichen und manchmal destruktiven [...]
Wer, der das lesen will, wird dafür bezahlen? Linksliberales Utopistentum? Soll die Redaktion lieber einen Blog aufmachen, der kost kein Geld. Aber es tut gut, dass sich auch Fantasten den natürlichen und manchmal destruktiven Gesetzen des Marktes unterwerfen müssen. So wie die FTD, die mehrheitlich rotgrün-sympathisierend in der Redaktion als Wirtschaftsblatt natürlich keinen Stich machen konnte. Nichts gegen neue Denkweisen, aber wenn man gegen Naturgesetze anzuschreiben versucht, dann muss man immer scheitern. Und so wird es vielen Idealisten gehen, die immer noch von einer PrintGEZ träumen, aber die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Das Wasser fließt halt nicht den Berg hinauf.
LorenzSTR 28.04.2013
Die heiligen "Gesetze des Marktes" sind selbstverständlich natur-, nein, gottgegeben, so predigte es schon die Marktpriesterin Frau Thatcher und heute die neoliberale Kirche und so wird es, egal ob Mensch und Natur [...]
Die heiligen "Gesetze des Marktes" sind selbstverständlich natur-, nein, gottgegeben, so predigte es schon die Marktpriesterin Frau Thatcher und heute die neoliberale Kirche und so wird es, egal ob Mensch und Natur komplett unter die Räder kommen und die neoliberalen Märchen zum tausendsten Mal widerlegt worden sind, immer sein. Amen.
JupiterIII 28.04.2013
Jedem Menschen mit logischen Denkvermögen müßte es bewußt sein, daß man auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt. Linke beweisen immer wieder, daß sie doch daran glauben, daß man aus Ideologie Wasser bergauf [...]
Zitat von LorenzSTRDie heiligen "Gesetze des Marktes" sind selbstverständlich natur-, nein, gottgegeben,
Jedem Menschen mit logischen Denkvermögen müßte es bewußt sein, daß man auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben kann als man einnimmt. Linke beweisen immer wieder, daß sie doch daran glauben, daß man aus Ideologie Wasser bergauf fließen lassen kann.
Hugh 29.04.2013
Von wegen Linksliberal. Schon heute ist zu erkennen, dass die FR entgegen der eigenen lautstarken Aussage, das Profil nicht wird halten können. Beispiel: innerhalb von zwei Tagen, zu zwei völlig unterschiedlichen Themen, [...]
Zitat von sysopNach der Übernahme der "FR" durch die "FAZ" gibt es nach SPIEGEL-Informationen nun Details zur Redaktion. Künftig sollen nur 17 Redakteure den überregionalen Teil der Zeitung stemmen. Trotz der Mini-Crew gibt es auch Erleichterung: Das Blatt könne sein linksliberales Profil schärfen. "Frankfurter Rundschau": "FAZ" billigt nur Mini-Redaktion - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/frankfurter-rundschau-faz-billigt-nur-mini-redaktion-a-897013.html)
Von wegen Linksliberal. Schon heute ist zu erkennen, dass die FR entgegen der eigenen lautstarken Aussage, das Profil nicht wird halten können. Beispiel: innerhalb von zwei Tagen, zu zwei völlig unterschiedlichen Themen, wurde von zwei Autoren gegen die "Umsonstmentalität" (ein Wort, das man bisher bei der FR gescheut hat wie der Teufel das Weihwasser) der Internetnutzer geschrieben. Damit ist die FR in dieser Frage auf die konservative Linie des neuen Mutterhauses eingeschwenkt. Motto, wess Brot ich es, dess Lied ich sing. Das ist völlig gegensätzlich zu der bisherigen Haltung der FR. Linksliberal geht anders.
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  • Sonntag, 28.04.2013 – 15:35 Uhr
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