Digitale Zeitung "Frankfurter Rundschau" soll Print-Abschied prüfen

Der Verlag M. DuMont Schauberg fragt Hunderte Leser der "Frankfurter Rundschau", ob sie auch ein Digital-Abo nutzen würden. Das Ergebnis der Umfrage könnte womöglich das Ende der gedruckten Ausgabe besiegeln.

"Frankfurter Rundschau" (Archivbild): Verlag fragt Bereitschaft zum Digital-Abo ab
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"Frankfurter Rundschau" (Archivbild): Verlag fragt Bereitschaft zum Digital-Abo ab


Hamburg - Der Verlag der "Frankfurter Rundschau" lässt derzeit ermitteln, ob Abonnenten der defizitären Zeitung auch mit einem Digital-Abo vorlieb nehmen würden. Dazu würden Hunderte Leser befragt. Das berichten die Branchendienste "Kress" und "Horizont". Damit wird offenbar der Abschied von der gedruckten Ausgabe zumindest geprüft.

Wie "Horizont" berichtet, können einige Leser in Norddeutschland wegen eines auslaufenden Druckvertrages künftig nicht mehr rechtzeitig mit der Papierausgabe beliefert werden. Laut "Kress" soll die Auswertung der Umfrage, die im Oktober erfolgen soll, strategische Bedeutung haben. Im kommenden Jahr könnten der Verlag M. DuMont Schauberg und DDVG, die Medienholding der SPD, über die Zukunft der kriselnden "Frankfurter Rundschau" entscheiden, heißt es.

Von dem einstigen Traditionsblatt ist nicht mehr viel übrig: Seit über einem Jahr schon werden wesentliche Teile des Inhalts vom Schwesterblatt "Berliner Zeitung" produziert. Stellen in Frankfurt wurden gestrichen, von 190 redaktionellen Mitarbeiten sollen 44 das Haus verlassen, hieß es im April 2011. Anfang Juli dieses Jahres hatte Arnd Festerling den Posten des Chefredakteurs der "Frankfurter Rundschau" von Uwe Vorkötter übernommen.

ore

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