Von Markus Brauck
Hamburg - Rückschlag für die "Frankfurter Rundschau" (FR). Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt am Mittwoch in einem Schreiben an die Mitarbeiter mitteilt, hat der Axel-Springer-Verlag der zur FR gehörenden Druckerei seinen Auftrag für die Blätter "Bild", "Welt" und "Welt kompakt" aufgrund des Insolvenzverfahrens entzogen.
Dadurch, so der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt, "verliert die Druckerei Ende Januar rund die Hälfte ihre Umsatzes". Noch versuche man, den Springer-Auftrag zu retten. Eine "endgültige Reaktion" des Verlags stehe aus.
"Ich möchte Ihnen nichts vormachen: In unserem Bemühen, die Druckerei ebenso wie den Verlag zu retten, wäre dies ein schwerer Rückschlag", schreibt Schmitt. Er sei aber weiter zuversichtlich, dass für den Verlag in den kommenden Wochen der Verkauf an einen Investor gelingen werde. Auch für die Druckerei gebe es Interessenten, die "unter Umständen an einer Übernahme der Druckerei auch ohne den Axel-Springer-Auftrag interessiert sind."
Ein Springer-Sprecher bestätigte die Kündigung des Vertrags. Sie sei notwendig gewesen, um die Sicherheit der Zeitungsproduktion zu gewährleisten. Der Verlag bedauere, dass er zu diesem Schritt nach 36 Jahren guter Zusammenarbeit mit der "FR"-Druckerei gezwungen sei.
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