Gegenwartskunst Documenta-Chef nennt Kritiker "Lynchmob"

Radikale Schelte: Roger M. Buergel, Leiter der Documenta in Kassel, geht mit seinen Gegner hart ins Gericht. Die Kritiker hätten sich "entschlossen, die Ausstellung zu hassen", schreibt er in einem Beitrag für den SPIEGEL.


Hamburg - Die weltweit wichtigste Ausstellung zur Gegenwartskunst, die alle fünf Jahre stattfindet, ist dieses Mal besonders umstritten: Die einen halten die Schau für ideologisch aufgeladen, den anderen gilt sie als zu unpolitisch.

Ihr Leiter, Roger M. Buergel, 44, geht jetzt im SPIEGEL die Kunstkritiker hart an: Sie hätten sich "entschlossen, die Ausstellung zu hassen". Der Documenta-Chef bezeichnet seine Gegner als "Lynchmob" und wirft den Feuilletons "Ignoranz, eine Abwehrhaltung und einen Mangel an Lust auf Erfahrungen" vor. Seine Schau führe in einer Zeit der Globalisierung die "Zerbrechlichkeit des weltweiten Gemeinwesens vor", und sie "wird dafür geschlagen".

Die zwölfte Documenta schließt am 23. September.



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.