Rekordversteigerung 170,4 Millionen Dollar für Modiglianis "Nu couché"

Es ist nun eins der teuersten Gemälde der Welt: "Nu couché" des italienischen Künstlers Amedeo Modigliani hat in New York für 170.405.000 Dollar den Besitzer gewechselt.


Es galt als skandalös, was der Italiener Amedeo Modigliani von 1917 bis 1918 malte: eine nackte Frau, liegend, Brüste und Scham entblößt. Das Gemälde "Nu couché" wurde erstmals in Paris ausgestellt - am Montag sorgte es nun in New York für Schlagzeilen.

Bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie's erzielte das Werk einen Preis von rund 170,4 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 158,5 Millionen Euro. Nie zuvor ist mehr für ein Gemälde Modiglianis bezahlt worden, bisher lag der Höchstwert bei 71 Millionen Dollar.

Der Titel "Nu couché" bedeutet frei übersetzt "liegender Akt". Das Bild gilt nun als eines der teuersten weltweit. Den Rekord hat es aber nicht gebrochen: Als Spitzenreiter gilt Pablo Picassos "Les femmes d'Alger", das im Mai dieses Jahres bei einer Versteigerung in New York für 179,4 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt hatte.

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Wer nun das Werk Modiglianis erstand, ist nicht bekannt. Der Käufer wolle anonym bleiben, hieß es. Während der Veranstaltung unter dem Motto "The Artist's Muse" wurden noch zahlreiche weitere Kunstwerke versteigert, darunter die Gemälde:

  • "Nurse" von Roy Lichtenstein für 95,3 Millionen Dollar
  • "Jeune homme à la fleur" von Paul Gauguin für 13,6 Millionen Dollar
  • "Homme à l'épée" von Pablo Picasso für 22,5 Millionen Dollar.

aar/AP



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