Netter Versuch Schmuggler tarnen Picasso als Weihnachtsgeschenk

Sie verschickten es als Päckchen - Schmuggler haben versucht, ein Picasso-Gemälde mit einem Paketdienst in die USA zu schleusen. Deklarierter Wert der Sendung: 37 Dollar. Der tatsächliche Preis liegt in Millionenhöhe.

"La Coiffeuse" von Pablo Picasso: 2,5 Millionen Dollar wert
AP/ U.S Department of Justice

"La Coiffeuse" von Pablo Picasso: 2,5 Millionen Dollar wert


New York - Der Hinweis "Fröhliche Weihnachten" lag bei: Ein seit 14 Jahren vermisstes Gemälde von Pablo Picasso ist in einer Paketsendung in New Jersey wieder aufgetaucht.

Das Werk "La Coiffeuse" ("Die Friseurin") aus dem Jahre 1919 wurde im Dezember mit einem Paketdienst von Belgien nach New York verschickt; deklariert war es als "Kunst/Handwerk/Spielzeug" im Wert von 37 Dollar. Tatsächlich wird das 33 mal 46 Zentimeter große Bild auf rund 2,5 Millionen Dollar geschätzt.

Wie die "New York Times" als erstes berichtete, stellten Zöllner in New Jersey bei der Ankunft der Sendung in den USA fest, dass es sich um einen Picasso handelt. Die Beamten übergaben das Bild den für internationalen Kunstschmuggel verantwortlichen Behörden, die die Echtheit überprüften.

Das Ölgemälde gehört der französischen Regierung. Laut "New York Times" war "La Coiffeuse" zuletzt 1998 in München ausgestellt und danach wieder ins Lager des "Centre Pompidou" in Paris gebracht worden. In dem Kulturzentrum bemerkten Mitarbeiter 2001, dass es verschwunden war und meldete es als gestohlen.

Die US-Behörden wollen das Bild an Frankreich zurückgeben.

eth/dpa/AFP

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