Geplatzte Reality-Show Liza Minnelli will 23 Millionen Dollar

Eine Serie wie die "Osbournes" sollte es werden: Liza Minnelli und ihr Ehemann beim Essen, Ausgehen und Schlafen. Der TV-Sender VH1 sagte die Kooperation jedoch nach mehreren Drehtagen ab. Minnelli fordert jetzt Millionen als Schadenersatz.


Ehepaar Minnelli und Gest: "Unmögliche Zusammenarbeit"
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Ehepaar Minnelli und Gest: "Unmögliche Zusammenarbeit"

New York – Vertragsbruch und Verleumdung werfen Entertainerin Liza Minnelli und ihr Ehemann David Gest dem Kabelsender VH1 vor. Wegen der geplatzten Reality-Show wollen sie den Sender jetzt auf Schadenersatz in Höhe von 23 Millionen Dollar verklagen, wie "E!Online" berichtete. Ihr Anwalt bezeichnete die hohe Summe als "angemessen".

Die geplante Sendung "Liza and David" sollte nach dem Vorbild der Osbourne-Familie Einblick in das Leben des prominenten Paares geben. Laut Klageschrift hatten Minnelli und Gest zehn einstündigen Sendungen bereits zugestimmt. Für die erste Staffel sollten sie 1,25 Millionen Dollar erhalten.

Über 60 Stunden Material waren von VH1 bereits gedreht worden. Szenen, die Minnelli und Gest beim Essen, Ausgehen und mit bekannten Freunden zeigten. Bei Aufnahmen auf einer Party am 21. Oktober sollen die Gastgeber und ein VH1-Produzent über den Auftritt eines Gastes in Streit geraten sein. Eine Woche später sagte der Sender die Show ab und gab als Erklärung mangelnde Kooperation an. In einem Interview mit der "New York Post" beschrieb eine nicht genannte Quelle die Zusammenarbeit mit Gest als "unmöglich".

Die 56-jährige Oscargewinnerin Liza Minnelli hatte den Musik-Produzenten Gest durch Popstar Michael Jackson kennen gelernt. Im vergangenen März gab sie ihm bei einer Luxus-Hochzeit in New York das Jawort.



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