Harald Schmidt Ein Tisch und seine Geschichte

Es ist vorbei, endgültig vorbei: Der Schreibtisch aus der "Harald Schmidt Show" steht jetzt im Haus der Geschichte in Bonn. Auch den Sessel, Bücher und andere Tischgegenstände aus dem Studio 449 in Köln rettete das Museum. Ansonsten wäre alles auf dem Müll gelandet.


Schmidt am Schreibtisch: Ab ins Museum
DPA

Schmidt am Schreibtisch: Ab ins Museum

Der Schreibtisch ist schon fast genauso berühmt wie der Chefzyniker, der an ihm saß. Ebenso bekannt waren die Dinge, die auf dem Tisch standen: der Bilderrahmen, das Wasserglas, das Telefon und die Nachschlagewerke. Das Haus der Geschichte in Bonn hat nicht lange gezögert und kurz vor Weihnachten zugegriffen: "Wir haben erst mal gerettet, was von der Studiodekoration noch übrig war", sagt Museumssprecher Peter Hoffmann.

Nach dem Aus der Show habe Schmidts Produktionsfirma Bonito TV die Kulisse aus dem Studio 449 in Köln-Mülheim ziemlich schnell abgebaut. "Die Sachen wären sonst weggeworfen worden", sagte Hoffmann. Das Museum handelte schnell und bat um die Überlassung der Gegenstände. Die Bonner standen schon häufiger in Kontakt mit der Schmidt-Show. "Die haben schon auch mal was von uns für ihre Sendung ausgeliehen", so Hoffmann.

Ansehen können sich Museumsbesucher die Schmidt-Utensilien allerdings noch nicht. Die Sachen stünden jetzt erst einmal im Depot, sagte Hoffmann. Die Aufnahme in die ständige Ausstellung des Hauses der Geschichte sei zunächst nicht geplant. Vielleicht würde sie das Museum irgendwann für eine Ausstellung zur Mediengeschichte verwenden.

Mittlerweile ist nicht nur der Verbleib des Schreibtischs geklärt, sondern auch der des Late-Night-Talkers. Die "Neue Revue" berichtete, dass sich Schmidt auf einer Kreuzfahrt in der Südsee befindet. Hapag-Lloyd bestätigte, dass der Entertainer Passagier auf der MS Europa gewesen sei. Das Schiff habe am 22. Januar in Sydney abgelegt und sei von Tahiti nach Bora Bora gefahren. Von dort aus sei die MS Europa über die Cook Inseln und Neuseeland heute wieder in den Hafen von Sydney zurückgekehrt. Schmidt sei allerdings nicht als Entertainer, sondern als privater Gast unterwegs gewesen.



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