Medienskandal "Stern" zeigt gefälschte Hitler-Tagebücher

Vor 35 Jahren fiel die Redaktion des Magazins "Stern" auf den Fälscher Konrad Kujau herein, der ihr die angeblichen Tagebücher Adolf Hitlers unterjubelte. Jetzt werden einige der Kladden ausgestellt.

"Stern"-Reporter Gerd Heidemann mit den angeblichen Tagbüchern
DPA

"Stern"-Reporter Gerd Heidemann mit den angeblichen Tagbüchern


Das Hamburger Magazin "Stern" zeigt am kommenden Samstag erstmals öffentlich sieben der gefälschten Hitler-Tagebücher, die 1983 einen Skandal auslösten. Die insgesamt 62 Bände lagern seitdem in einem Safe des Verlagshauses von Gruner + Jahr, der Inhalt ist so gut wie unbekannt.

Im April 1983 druckte der "Stern" seine als Serie angelegte Sensations-Story und erhöhte die Auflage um 400.000 Exemplare auf 2,2 Millionen. Anfang Mai stand zweifelsfrei fest, dass die Redaktion einem Fälscher aufgesessen war. Der wurde kurz darauf als Konrad Kujau enttarnt. Der "Stern" musste sich öffentlich entschuldigen, die Chefredaktion trat zurück.

Von den 62 Bänden gab der Verlag Gruner + Jahr einzelne an die Stiftung "Haus der Geschichte" und das Hamburger Polizeimuseum ab. Dort waren sie schon zu sehen. Die jetzige Ausstellung erfolgt beim Tag der offenen Tür. Anlass ist die Gründung des "Stern" vor 70 Jahren.

kae/dpa



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