NSA-Afffäre Hollywood-Prominenz kritisiert Überwachung durch Geheimdienst

Sie verlangen ein Ende der Massenüberwachung von US-Bürgern durch den Geheimdienst. Mit einer Videobotschaft kritisieren prominente Künstler wie John Cusack und Oliver Stone den NSA.

Schauspieler Cusack: Bedrohung der Bürgerrechte sei größer denn je
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Schauspieler Cusack: Bedrohung der Bürgerrechte sei größer denn je


London - Eine Reihe Hollywood-Stars, darunter Regisseur Oliver Stone, üben in einer Videobotschaft scharfe Kritik an den Spähaktionen des US-Geheimdiensts NSA. Neben Oscar-Preisträger Stone ("Wall Street: Geld schläft nicht") melden sich auch die Schauspieler John Cusack, Maggie Gyllenhaal und Wil Wheaton zu Wort sowie Aktivisten und Politiker.

Das mehr als drei Minuten lange Video wurde von der Organisation Electronic Frontier Foundation ins Netz gestellt. Es ruft auch zur Beteiligung an der für den 26. Oktober geplanten Protestaktion unter dem Motto "Stop Watching Us" in Washington auf.

Die Künstler verlangen unter anderem ein Ende der Massenüberwachung von US-Bürgern durch den Geheimdienst. Jeder Amerikaner sei dem Risiko ausgesetzt, ins NSA-Fahndungsnetz zu geraten, warnte Stone in dem Video. Die Bedrohung der Bürgerrechte sei größer denn je, sagte Cusack. In einem Überwachungsstaat sei die Demokratie tot.

kha/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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zeitmax 25.10.2013
1. Nun, die erste Garde der Hollywood-Chargen
warte wohl noch ab, woher der Wind weht, bevor sie sich entscheidet. Verständlich, denn man ist schnell mal weg vom Fenster bei Mißliebigkeit...
imri.rapaport 25.10.2013
2. wo
liegt die Grenze zwischen den Wünschen der Menschen geschützt zu werden gegen körperlichen Gewalt von Terroristen und der Gewalt des Staates bei dem Ausspionieren der Privatsphäre. Sie ist so fließend daß man sie nicht fixieren kann. So lange man nicht von der körperlichen Gewalt betroffen wird bleibt sie imaginär.
mattijoon 25.10.2013
3. Gut, dass in dem Video nicht erwähnt wird
dass die Rechte ausländischer Bürger in noch viel gravierenderer Weise verletzt werden. Aber "american citizens" stören sich ja auch nicht daran, dass in Pakistan Zivilisten erdrohnt werden...
fpwinter 25.10.2013
4. Allumfassende Überwachung
Nun stelle man sich mal vor, was passiert, wenn die Telekom 2016 ihre ISDN-Festnetzleitungen einmottet. um den unmündigen Bürger dazu zu zwingen, sich einen Breitbandkabelanschluß anzuschaffen - Internet, Fernsehen, Radio über einen Zugangsweg, der entsprechend leichter abgegriffen werden und Informationen auch über Zuschauerverhalten zur Verfügung stellt - Zugleich der Wunsch der Unterhaltungselektronik, den kompletten Haushalt über Computer zu steuern, die dann am Breitbandkabelnetz hängen - Ist hier eigentlich irgendjemandem klar, auf was wir noch zusteuern?
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