Homophobie: Uganda weist britischen Theatermacher aus

Ein Schwuler outet sich und wird ermordet - das Theaterstück "The River And The Mountain" theamtisiert die Homophobie der ugandischen Gesellschaft. Sein britischer Produzent David Cecil muss deshalb das Land verlassen.

Ugandisches Boulevardblatt "Rolling Stone": Schwulenfeindliche Kampagne Zur Großansicht
AFP

Ugandisches Boulevardblatt "Rolling Stone": Schwulenfeindliche Kampagne

Hamburg/Kampala - Der britische Theaterproduzent David Cecil ist in Uganda festgenommen worden. Er hatte mehrfach "The River And The Mountain", ein Theaterstück des britischen Autors Beau Hopkins zur Aufführung gebracht. Es beschäftigt sich mit der Situation von Homosexuellen in dem ostafrikanischen Land. Die zuständige Behörde hatte die Aufführung untersagt. Da Cecil diese Anweisung missachtet habe, entschied ein Gericht in Kampala nun, den Produzenten auszuweisen.

Das Drama handelt von einem schwulen Geschäftsmann, der sich zu seiner Homosexualität bekennt und am Ende von seinen Angestellten getötet wird. Die ugandische Gesellschaft steht im Ruf, besonders homophob zu sein. Homosexualität ist verboten. Seit Jahren wird ein umstrittener Gesetzesvorschlag diskutiert, der unter anderem die Todesstrafe für Schwule und Lesben vorsieht. Bereits heute werden gleichgeschlechtliche Beziehungen mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren bestraft.

Im Januar 2011 war der ugandische Schwulenaktivist David Kato in seinem Haus erschlagen worden. Das Boulevardblatt "Rolling Stone", nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Musikmagazin, hatte zuvor unter der Überschrift "Aufhängen" hundert ugandische Homosexuelle samt ihres Wohnorts geoutet, darunter auch Kato.

sha/dpa

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