Angeblicher Bruch von CDU/CSU "Titanic" legt Medien herein

"Seehofer kündigt Unionsbündnis mit CDU auf" - diese Meldung sorgte am Vormittag für Aufregung in Medien und Politik. Dahinter steckt das Satiremagazin "Titanic".

Horst Seehofer
DPA

Horst Seehofer


Das Satiremagazin "Titanic" hat mit seinen Aktionen schon mehrfach für Verwirrung gesorgt. Das neueste Opfer: die Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatte am Vormittag per Eilmeldung berichtet, dass Horst Seehofer die Unionsgemeinschaft zwischen CDU und CSU auflösen wolle. Das stimmt allerdings nicht. Im weiteren wurde die Falschmeldung von mehreren anderen Medien verbreitet.

Der Vizechef der CSU-Landesgruppe im Bundestag Hans Michelbach hat die Nachricht durch seine Partei zurückgewiesen. "Ich kann offiziell sagen, dass das Quatsch ist", sagte Michelbach. "Wir wollen die Fraktionsgemeinschaft (mit der CDU) und die Koalition erhalten." Seiner Partei gehe es um Sachlösungen im Flüchtlingsstreit.

Die Falschmeldung hat ihren Ursprung auf Twitter. In einem Tweet unter dem Account "HR Tagesgeschehen" hieß es, Innenminister Seehofer kündige das Bündnis mit der CDU auf. Dazu sagte Michelbach: "Das kann er gar nicht." Dazu würde es eines Vorstandsbeschlusses bedürfen.

Stimmenfang #55: Asyl-Streit zwischen Seehofer und Merkel: Wie der Konflikt eskalierte

Ein Sprecher des Hessischen Rundfunks (HR) sagte Reuters, der Account gehöre nicht zum HR. Stattdessen wird der Account von "Titanic"-Redakteur Moritz Hürtgen geführt.

asc/Reuters



insgesamt 68 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
obersterhofnarr 15.06.2018
1. Cool
Titanic bring Leben in die Politiksülze in dem die CSU Farbe bekenn muß was sie tatsächlich will. Oder zumindest muß die CSU gut heucheln....
herwescher 15.06.2018
2. So etwas sind natürlich keine Fake News ...
Weil: 1) Kunst und Satire dürfen alles ... 2) Es ja in bester Absicht geschah ...
mullertomas989 15.06.2018
3. Titanic weiß schon vorher
... was hoffentlich eines Tages endlich mal kommen wird! Diese überhebliche Regionalpartei ist unerträglich!
SPONU 15.06.2018
4. Man könnte es auch als
...üblen Hetzversuch eines Mediums werten. Darauf ausgerichtet, in einer heiklen Stunde noch mehr Chaos zu stiften. Was sagt eigentlich das NetzDG zu einem solchen Fall?
Spiegel-Leser-78 15.06.2018
5. Auch schön
Merkel tritt nach Streit mit Seehofer zurück. Neuer Kanzlerkandidat: Seehofer...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.