Hochhaus-Preis: Stuttgart-21-Architekt Ingenhoven ausgezeichnet

Sein Entwurf für den Stuttgarter Tiefbahnhof ist das umstrittenste Bauprojekt des Landes - für einen Wolkenkratzer in Australien wird Christoph Ingenhoven nun mit dem internationalen Hochhauspreis ausgezeichnet. Durchgesetzt hat er sich gegen renommierte Mitbewerber wie Norman Foster und Frank Gehry.

S-21-Planer Ingenhoven: Hoch statt tief Fotos
Foto: H. G. Esch

Hamburg/Frankfurt am Main - Zum ersten Mal erhält ein deutscher Architekt den Internationalen Hochhauspreis - sein Gebäude allerdings steht im australischen Sydney. Christoph Ingenhoven aus Düsseldorf hat das Bürogebäude 1 Bligh Street zusammen mit einem australischen Kollegen, Ray Brown vom Büro Architectus, entworfen.

Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt zusammen mit dem Deutschen Architektur-Museum und der Deka-Bank vergeben.

Eine Jury unter dem Vorsitz des Frankfurter Architekten Albert Speer wählte das Bürogebäude aus 26 Nominierten und fünf Finalisten zum innovativsten Hochhaus-Neubau der vergangenen zwei Jahre.

Neue Maßstäbe

"Mit 139 Metern und 30 Etagen bricht das neue Gewinnergebäude zwar keine Höhenrekorde, setzt aber auf seinem Kontinent neue Maßstäbe hinsichtlich sozialer, kultureller, stadtplanerischer und nachhaltiger Kriterien", hieß es am Donnerstag in Frankfurt.

Die aufwendig ökologisch sanierten Türme der Deutschen Bank in Frankfurt erhielten eine besondere Anerkennung. Unter den fünf Finalisten war kein einziger aus Europa. Zwei Türme standen in Asien und je einer in New York, Sydney und Kanada. Das Deutsche Architektur-Museum stellt vom 17. November an die 26 Finalisten vor.

Ingenhoven baut in Deutschland gerade den umstrittenen Stuttgarter Hauptbahnhof. Von ihm stammen außerdem der RWE-Turm in Essen, das Lufthansa Aviation Center in Frankfurt, das Oeconomicum der Universität Düsseldorf und die HDI-Gerling-Hauptverwaltung in Hannover.

sha/dpa

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