Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Fernseh-Dino von der Lippe: "Diese Gender-Scheiße macht mich fertig!"

Entertainer Jürgen von der Lippe: "Gender-Scheiße" Zur Großansicht
DPA

Entertainer Jürgen von der Lippe: "Gender-Scheiße"

Die Frauenquote sorge nur für Quotenfrauen, Anreden wie "Liebe Kolleginnen und Kollegen" seien "Gender-Scheiße": Der Entertainer Jürgen von der Lippe feuert im Interview mit dem SPIEGEL eine Breitseite gegen den Feminismus.

Der Komiker und Moderator Jürgen von der Lippe hält nichts davon, dass Frauen in allen Lebensbereichen Gleichstellung einfordern. "Bei mir hört es schon auf mit der Forderung nach einer Frauenquote in Aufsichtsräten. Damit ist niemandem gedient", sagte er im Gespräch mit dem SPIEGEL. Eine Frauenquote würde zu nichts Gutem führen, "da sie Personen in Positionen brächte, nur weil sie das richtige Geschlecht haben".

In manchen Situationen sei es aus praktischen Gründen angebracht, an einem traditionellen Rollenbild festzuhalten. Die Praxis, Begriffe sowohl in die männliche als auch in die weibliche Form zu setzen ("Liebe Kolleginnen und Kollegen"), hält von der Lippe für "Gender-Scheiße". "Das macht mich fertig", so der Entertainer. "Wenn ich 'Mit-Glieder' sage, müsste ich politisch korrekt doch auch 'Mit-Mösen' sagen."

Im Gespräch mit dem SPIEGEL äußerte er sich auch über Kollegen aus dem Fernsehgeschäft. Dem Moderator Klaas Heufer-Umlauf traue er zu, mit einer eigenen Late-Night-Show die Nachfolge von Harald Schmidt anzutreten, so von der Lippe.

Von der Lippe hat in den achtziger Jahren Shows wie "So isses" und "Donnerlippchen" moderiert. Am kommenden Mittwoch zeigt der WDR eine Neuauflage von "Geld oder Liebe", von der Lippes früherer Erfolgsshow, die vor 25 Jahren zum ersten Mal lief. Der 66-Jährige präsentiert die erste Folge. Die weiteren Ausgaben übernehmen junge Moderatoren - auf seinen ausdrücklichen Wunsch, wie von der Lippe betonte: "Ich demontiere nicht mein eigenes Denkmal."

Lesen Sie das ganze Interview im aktuellen SPIEGEL.

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 266 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Ja, ja. Endlich!
bibabutzen 26.10.2014
Endlich. Ich fand ihn noch nie richtig gut, aber jetzt finde ich ihn langsam richtig gut.
2. Redakteurinnen und Redakteure...
Gluehweintrinker 26.10.2014
...könnten sich jede Menge Zeilen sparen und Bundestagsabeordene (und Bundestagsabgeordnetinnen) viel Redezeit gewinnen, wenn sie Leserinnen und Lesern, Koleginnen und Kollegen, Parteifreundinnen und Parteifreunden, Zuhörerinnen und Zuhörerinnen den Lehrerinnen- und Lehrermangel, den Energieverbrauch von Staubsaugerinnen und Staubsaugern und die Reinhaltung von Wasserinne und Wasser schlicht mit dem (männlichen) Sammelbegriff verdeutlichen würden. Im englischsprachigen Raume wundert man sich über die Gender-Scheiße aus Deutschland. Außer einer Hostess (die nichts Anstößiges tut), der Actress, Waitress und Stewardess bleibt es beim Teacher, Driver, Professor und Doctor und gut ist es. Was in Land funktionkert, das die Diskriminierung einst aus dem Dunkel ans Licht der Öffentlichkeit zerrte und ihr einen Namen gab, sollte doch auch im Erbsenzählerland Nummer Eins funktionieren. Herr von der Lippe hat vollkommen recht.
3. Na, ob er das wirklich so gesagt hat...
Edelstoffl 26.10.2014
dass er nichts von Gleichberechtigung halte... kann ein halbwegs intelligenter Mensch nicht dagegen sein und dafür halte ich Herrn von der Lippe trotz des vulgären Vergleichs. Mit der "Genderscheiße" bin ich allerdings ganz bei ihm, hat nämlich mit Gleichberechtigung gar nichts zu tun... und ich denke, dass hat er auch gemeint. Dass mit "nichts von Gleichberechtigung halten" klingt sehr nach in den Mund gelegt und aus der Ablehnung des Genderismus heraus interpretiert...
4. Dinosaurier
cotillo2011 26.10.2014
Männer wie von der Lippe sind eine aussterbende Spezies, weil sie unfähig sind, mit veränderten Bedingungen klar zu kommen. Das Lamentieren und Klagen über die bösen Frauen, die einfach nur das gleiche haben wollen, was Männer schon länger haben, ist der Abgesang dieser Dinos. In wenigen Jahrzehnten wird sich niemand daran erinnern, dass es sie jemals gab.
5. Genauso flach
evonw 26.10.2014
wie sein Humor sind seine Argumente (ups, die sind so flach, ich finde sie gerade nicht). Einfach Behauptungen aufzustellen, zieht vielleicht bei ebenso flach denkenden Fans, aber nicht bei wissenschaftlich Interessierten und Sachargumenten aufgeschlossenen Personen. Und die Sachargemente (Studien, etc.) sprechen eine klare Sprache gegen Herrn vdLippe.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: