INXS-Sänger Statt Orgasmus kam der Tod

Knapp zwei Jahre nach dem Tod von INXS-Sänger Michael Hutchence lüftet seine Freundin Paula Yates das Geheimnis: Er habe sich nicht umbringen wollen, sondern den Kick beim Sex gesucht.


London - Der Sänger der australischen Pop-Gruppe INXS, Michael Hutchence, ist nach Ansicht seiner Lebensgefährtin Paula Yates bei einem fehlgeschlagenen Sex- Spiel gestorben. Yates bestritt in einer Dokumentation, die der britische Fernsehsender Channel 4 am Dienstag senden wollte, nachdrücklich den Selbstmord-Befund des australischen Gerichtsmediziners.

Michael Hutchence
AP

Michael Hutchence

Hutchence war am 22. November 1997 nackt und erhängt in einem Hotelzimmer in Sydney gefunden worden. Yates sagte, ihr liege an einer Aufklärung der Todesumstände, damit die drei Jahre alte gemeinsame Tochter Heavenly Hiraani Tiger Lily nicht ein falsches Bild von ihrem Vater bekomme. "Er war gefährlich und wild. Er hätte jederzeit alles tun können, aber das einzige, was er nicht getan hätte, war, uns beide alleine zu lassen."

Hutchence sei sexuell sehr experimentierfreudig und ein großer Anhänger von sado-masochistischen Praktiken gewesen. Mehrfach habe er mit ihr darüber gesprochen, sich teilweise zu erdrosseln, um damit noch größere Lust bei der Selbstbefriedigung zu haben. Er habe aber Angst gehabt, dabei zu sterben.

"Leute machen das, viele Leute machen das. Es ist keine große Sache, aber es ist schief gegangen. Ich will nur, dass es nicht mehr schmuddelig ist", sagte Yates nach einem Bericht des "Daily Telegraph" vom Montag. In dem Hotelzimmer sei eine Reihe von Gegenständen gefunden worden, die auf ein missglücktes sexuelles Experiment hinwiesen. Die australischen Behörden hatten diese Theorie hingegen ausdrücklich verworfen und einen Selbstmord festgestellt.



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