Irak-Museum Rund 650 geraubte Kunstwerke wieder aufgetaucht

Aus dem geplünderten irakischen Nationalmuseum sind rund 650 Kunstwerke wieder aufgetaucht, darunter ein 7000 Jahre altes, fast unbeschädigtes Tongefäß.


Nach den Plünderungen begann die Suche nach der wertvollen Kunst
DPA

Nach den Plünderungen begann die Suche nach der wertvollen Kunst

Bagdad - Ein Iraker brachte rund 30 Antiquitäten zurück, darunter mehrere kleinere Keilschrift-Tafeln sowie die etwa 15 Zentimeter hohe Statue eines Königs. Das teilte die für die Suche nach den Kunstgegenständen verantwortliche Spezialeinheit des US-Zentralkommandos in Bagdad mit.

Über die Rückgabe eines der ältesten erhaltenen Bronzereliefs eines Bullen hatte das Zentralkommando bereits am Montag berichtet. Auch wertvolle Manuskripte seien zurückgebracht worden. Ende vergangener Woche sollen irakische Hilfssoldaten der US-Armee zwei Schmuggler gestoppt haben, die in einer Kiste 465 geraubte Kunstgegenstände aus dem Museum transportierten, darunter viele zylinderförmige Siegel.

Unklarheit herrscht nach wie vor über die Anzahl und den Wert der Antiquitäten, die bei den Plünderung verschwanden. Auch der Verbleib der Ausstellungsstücke, die von der Museumsverwaltung angeblich vor Kriegsbeginn aus Sicherheitsgründen in einen Tunnel unter der irakischen Zentralbank gebracht wurden, ist noch nicht geklärt. Fest stehe bislang nur, dass bei dem Kunstraub eine "hinterhältige Hand“ mit im Spiel gewesen sei, "jemand, der genau den Wert der einzelnen Objekte gekannt hat“, so das Zentralkommando.

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