Iranischer TV-Sender: Ahmadinedschad jetzt auch auf Spanisch
"Viva América Latina!" Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat am Dienstag ein 24-Stunden-TV-Programm auf Spanisch gestartet. Der staatliche Sender HispanTV soll eine Waffe im Kampf gegen die westliche Mediendominanz in der Region sein.
Hamburg/Teheran - Die Moderatorinnen heißen ihr Publikum mit Kopftuch und in perfektem Spanisch willkommen: "Von Teheran aus begrüßen wir alle unsere Zuschauer in der spanischsprachigen Welt." HispanTV sendet 24 Stunden täglich von der iranischen Hauptstadt aus - das Zielpublikum ist vor allem die lateinamerikanische Bevölkerung. Der neue, über Satellit zu empfangende TV-Sender werde ein Gegengewicht zu jenen Mächten setzen, die in Lateinamerika die Mediendominanz beanspruchten, erklärte Mahmud Ahmadinedschad mit Blick auf die USA.
Der Sender, so erklärten Sprecher von HispanTV, werde keine religiösen Inhalte senden, sondern sich auf Dokumentationen und Nachrichten fokussieren sowie Filme und Serien bringen. Der Senderstart folgt einer ausgedehnten Reise, die Ahmadinedschad Mitte Januar nach Kuba, Nicaragua, Venezuela und Ecuador unternommen hatte. Neben den sozialistischen und linksgerichteten Regierungen der vier lateinamerikanische Staaten sind Bolivien und Brasilien die wichtigsten Handelspartner und Verbündeten Irans in der Region.
Die BBC zitierte den bolivianischen Parlamentsabgeordneten Julio Salazar: "Der Fernsehsender ist aufgrund eines Abkommens zwischen Evo Morales und der iranischen Regierung entstanden." Das staatliche Fernsehen Irans betreibt insgesamt fünf fremdsprachige Fernsehsender, darunter auch ein englischsprachiges Programm.
HispanTV ist bereits seit Oktober 2011 mit einem 16-stündigen Testprogramm auf Sendung - das Vollprogramm hatte am Dienstag seine Premiere mit einer Zeremonie, bei der Ahmadinedschad eine Rede hielt. Der Sender werde dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen der iranischen Bevölkerung und der spanischsprachigen Welt verbessern werde, erklärte der Präsident - und beendete seine Ansprache auf Spanisch: "Viva la Paz! Viva el Pueblo! Viva America Latina!"
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Fläche: 1.648.195 km²
Bevölkerung: 74,962 Mio.
Hauptstadt: Teheran
Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei
Staats- und Regierungschef:
Mahmud Ahmadinedschad
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Die Außenpolitik Chomeinis wendet sich vor allem gegen die USA und Israel. Am 4. November 1979 besetzen islamische Kräfte die amerikanische Botschaft und nehmen mehr als 50 Geiseln, die erst nach 444 Tagen wieder freikommen. Chomeini billigt die Aktion. Die Beziehungen zu den USA erreichen ihren Tiefpunkt. Unterstützt von den USA überfällt der Nachbarstaat Irak am 22. September 1980 Iran. In dem folgenden acht Jahre langen Krieg zwischen den beiden Ländern sterben etwa eine Million Menschen.

1989 stirbt der religiöse Führer. Der Expertenrat, ein Gremium aus höchsten religiösen Sachverständigen, ernennt Ajatollah Ali Chamenei zum Nachfolger. In den Folgejahren hat Iran stark unter zunehmender Korruption zu leiden. Die Liberalisierung der Wirtschaft bleibt weitgehend wirkungslos. Bereits 1995 verhängen die USA erste wirtschaftliche Sanktionen, weil Iran nach US-Auffassung den internationalen Terrorismus unterstützt.

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