Offizielles Kate-Porträt: Graues Adelsmäuschen

Das erste offizielle Porträt von Herzogin Catherine ist enthüllt worden. Sie selbst nennt es: "Unglaublich, großartig". Unglaublich vielleicht. Aber großartig? Angesichts dieser Bewertung stellt sich die Frage, ob die 31-Jährige sich das Gemälde wirklich angeschaut hat.

Porträt von Herzogin Catherine: Eher unglaublich als großartig Fotos
DPA/ NPG/ Paul Emsley

London - Man mag Paul Emsley ja keine Bosheit unterstellen. Der britische Künstler hat sich bestimmt alle Mühe gegeben, das erste offizielle Gemälde von Herzogin Catherine besonders gut zu machen. Die Porträtierte war bei der Enthüllung des Werkes in London immerhin angetan. "Es ist ein unglaubliches Bild. Es ist großartig", sagte die 31-Jährige. Auch Gatte Prinz William lobte das Porträt: "Es ist schön, absolut schön."

Es zeigt eine lächelnde Kate mit offenen Haaren vor einem dunklen Hintergrund. "Ich male nicht viel im Hintergrund. Ich mag große Gesichter, die finde ich stark und zeitgemäß", beschrieb Emsley, der mehrere Monate an dem Werk gearbeitet hatte, seine Arbeitsweise der BBC. Nach Angaben des Senders saß die Herzogin von Cambridge im vergangenen Jahr zweimal Modell, zudem arbeitete der Künstler mit Fotos von ihr. "Ihre Familie war ebenfalls sehr angetan", sagte Emsley. Zu einem Frühstück im Museum waren auch Kates Eltern, ihr Bruder James und ihre Schwester Pippa erschienen."Das ist für mich der ultimative Test", sagte Emsley, schließlich kenne ihre Familie Kate besser als alle anderen.

Die Herzogin habe gewollt, dass das Bild ihr "natürliches Selbst statt ihres offiziellen Selbst" transportiere, sagte Emsley. Wenn das gelungen sein sollte, ist ihr natürliches Selbst ziemlich blass, hat dunkle Ringe unter den Augen und sitzt im Dunkeln. In der Gesamterscheinung ist das Gemälde eher, sagen wir, nicht ganz so vorteilhaft.

Britische Medien sehen das großteils ebenso. Die "Daily Mail" fragte: "Wie haben sie es geschafft, dass Kate so gewöhnlich aussieht?" Und auch ein Kunstkritiker der "Sunday Times" nannte das Gemälde "ziemlich gewöhnlich". Emsley lasse die Herzogin älter aussehen, als sie sei. Ihre Augen leuchteten nicht wie in Wirklichkeit, und das Gesicht habe etwas Mürrisches. Der "Telegraph" meinte, in dem Bild Kates "Reife" zu erkennen. Am vernichtendsten war das Urteil des "Guardian": Das Porträt sehe aus, als komme es direkt aus den "Twilight"-Filmen.

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