Nach Foto mit blutigem Trump-Kopf Komikerin Kathy Griffin plant Comeback

Kathy Griffin posierte mit einem künstlichen Trump-Kopf - und sorgte damit in den USA für einen Skandal, ihre Karriere stand vor dem Aus. Neun Monate später will die Komikerin zurück auf die Bühne.

Komikerin Kathy Griffin
AP

Komikerin Kathy Griffin


Im Mai 2017 veröffentlichte Komikerin Kathy Griffin ein Foto, auf dem sie einen künstlichen Kopf von US-Präsident Donald Trump in die Kamera hielt - und ruinierte damit ihre Karriere. In US-Medien und sozialen Netzwerken hagelte es Kritik, mehrere Auftraggeber beendeten die Zusammenarbeit. Nun bereitet die Komikerin ihr Comeback vor.

In der HBO-Talkshow "Real Time With Bill Maher" kündigte die 57-Jährige bereits Freitagnacht an, sie werde demnächst wieder auf der Bühne stehen. Geplant habe sie bereits Shows in New Yorks Carnegie Hall und Washingtons Kennedy Center - "Trumps Hinterhof", wie sie hinzufügte.

"Ich will es langsam wieder wagen, auf Tour zu gehen", sagte Griffin. Auch wenn Präsident Trump und seine Unterstützer es wohl vorziehen würden, wenn sie nie wieder arbeite.

Griffins Auftritt in der Maher-Show und die damit verbundene "kleine siegreiche Ankündigung", wie sie es nannte, stellt den Auftakt für den Comebackversuch da. Das viel diskutierte Foto hatte das Image der Komikerin im vergangenen Jahr stark beschädigt und sie einige Jobs gekostet.

So erhielt Griffin kurz nach der Veröffentlichung des Fotos die Kündigung von CNN. Bis dahin hatte sie regelmäßig für den Sender gearbeitet. Ein CNN-Sprecher bezeichnete das Bild damals als "ekelhaft und beleidigend". Zu den Kritikern zählte auch Chelsea Clinton, die das Foto "abscheulich und falsch" nannte. Und sogar der Secret Service schaltete sich ein.

Kathy Griffin, Bill Maher
Janet Van Ham/HBO via AP

Kathy Griffin, Bill Maher

Griffin entschuldigte sich damals für ihre Fotoaktion per Twitter-Video. Darin hieß es, sie sei zu weit gegangen und verstehe, dass das verstörende Bild Menschen beleidige. Später nahm sie die Entschuldigung jedoch wieder zurück.

In der Maher-Show dankte Griffin nun dem Moderator für dessen Unterstützung. Maher sei einer der wenigen Promis gewesen, die während der gesamten Zeit zu ihr gehalten hätten. Details zu den angekündigten Auftritten in New York und Washington nannte Griffin nicht.

asc/AP



insgesamt 4 Beiträge
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vantast64 11.03.2018
1. Trumps blutiger Kopf steht wohl für viele zerstörte Leben,
die er durch seine Ausgrenzungspolitik geschaffen hat.
paulpuma 11.03.2018
2.
Auch sie hat eine zweite Chance verdient. Aber auch "Librale" dürfen nicht "gegen Hass" sein und gleichzeitig den hass kultivieren.
Mastermason 11.03.2018
3.
Auch ein noch so liberaler Kunstbegriff rechtfertigt keine „Kunstaktion“ dieser Art. Widerlich und beleidigend sind die richtigen Vokabeln, wiewohl die Komikerin (seltsame Bezeichnung in diesem Fall) offensichtlich keine Lehre aus dem Skandal gezogen hat.
Nachnahme 12.03.2018
4. Sie hätte was blutiges islamisches in die Kamera halten sollen...
... dann würde es hier von "Satire darf alles" und "Je suis Charlie" Einträgen wimmeln. Aber, ach ...
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