Verschwörungstheoretiker-Kongress Schwerste Allgemeine Verunsicherung

Im Kopp-Verlag veröffentlicht das Who-is-Who der deutschen Verschwörungstheorie krudeste und abstruseste Thesen. Erstmals traf sich die Szene nun zum Kongress: Besuch in einer bizarren Gegen-Gegengesellschaft.

Alien-Theoretiker Erich von Däniken: Hauptredner beim Kopp-Kongress
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Alien-Theoretiker Erich von Däniken: Hauptredner beim Kopp-Kongress

Von , Stuttgart


Die Erde ist schon keine Kugel mehr, da hat die Konferenz noch gar nicht begonnen. Die Erde sei nämlich ungefähr so geformt wie der menschliche Brustkorb, haspelt ein Halbglatzenmann mit Fußbettsandalen in Sitzreihe drei herunter: "Und an den Polen kann man ins Erdinnere, das wissen viele gar nicht."

Als sei er die Hauptfigur in einer dieser Kurzzusammenfassungen, die am Anfang von Sendungen wie "Bauer sucht Frau" hastig die besten Szenen der kommenden Stunde abspulen, damit man auch wirklich dranbleibt, rattert er direkt weiter: Er konzentriere sich gerade vor allem darauf, dass "die" ihn nicht mehr vergiften könnten, damit er überhaupt erst wieder zum klaren Denken käme.

Worüber? Zum Beispiel darüber, wie man in Deutschland das Schuldgeld durch ein Wertgeld ersetzen könnte. Er lese viel, allerdings eigentlich nur noch Cicero und Seneca, ganz weit müsse man heute zurückgehen, die Wahrheit findet man nur noch in der Vergangenheit. Oft blieben ihm auch nur seine Bücher zur Lektüre, weil "die" ihm regelmäßig das Internet abstellten, weil er "zu kritisch" sei. Gerade sei er wieder aus Facebook geschmissen worden, was womöglich etwas damit zu tun haben könnte, dass er da gerade in einem Posting gefragt hatte: "Ist Merkel der bessere Hitler?"

Es gibt diese Leute wirklich, das ist ein Schock

Es gibt diese Leute also wirklich, das ist ein Schock. Die versprengte Kauzbelegschaft des Internets, die manchmal unter ganz normalen Onlineartikeln herumstromert, meistens aber auf ihren eigenen Seiten krude Theorien verbreitet - sie bilden kein Darknet, eher ein Argnet, so abstrus, bizarr - ja, eben: arg - erscheinen einem diese Inhalte.

Am Wochenende trafen sie sich nun offline in Stuttgart, beim "ersten großen Kongress" des Kopp-Verlags. Der hat seinen Sitz in der schwäbischen Kleinstadt Rottenburg und verlegt Bücher, die ihren Lesern "die Augen öffnen sollen": über Politik, Krisenvorsorge, Gesundheit, Geschichte, Außerirdische und all jene Meinungen, "die in den Mainstreammedien tabuisiert und unterdrückt werden". Sie haben Titel wie "Albtraum Zuwanderung", "Das Geheimnis um Flug MH370", "Die Götter waren Astronauten" oder "Die magische Knochenbrühe". Der Verlag sei ein "geistiger Zulieferer für die AfD", warnte ein schwäbischer Lokalpolitiker kürzlich in einem Beitrag des SWR, weil viele Autoren in ihren Werken rechtsradikales Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft transportierten.

Der zweitägige Kongress in einer Halle der Messe Stuttgart ist als Leistungsshow des Kopp-Verlags gedacht, zehn seiner prominentesten Autoren geben in ihren einstündigen Vorträgen Kurzzusammenfassungen. Ungefähr 800 Menschen fasst der Saal, er ist nicht ganz gefüllt. Zwei Reihen hinter dem Halbglatzenmann debattiert ein Paar Mitte 50 über das angebotene Mittagsmenü, wahlweise Hähnchen oder "Penne in Gorgonzola". Sie müssen sich erst einmal beraten, was das wohl sein soll und kurz schon mal testweise die Erregungsdampfmaschine anwerfen. "Wir sind in Deutschland, und in Deutschland heißen Nudeln 'Nudeln'!" Ratterratter, funktioniert alles.

Dann geht es los. Die Vorträge sind ein scharfer Ritt durch alle Themenbereiche des Verlagsprogramms, die Greatest Hits der Schwersten Allgemeinen Verunsicherung, voll aufgedreht.

Als Nichteingeweihter kann einem schon nach den ersten paar Vorträgen leicht schlecht werden, es fühlt sich an, als müsse man alle Fahrgeschäfte eines Jahrmarkts hintereinander abfahren.

Die Thesen fliegen einem um die Ohren: Wir wissen, dass sich jeden Tag 300 Millionen Inder auf den Weg über den Himalaya machen können. Man muss seine Zirbeldrüse aktivieren, um in höhere Welten eintreten zu können. Hitler hatte Atombomben, die irgendwo unterirdisch in Thüringen lagern, bald durchrosten und das Grundwasser verseuchen, weswegen wir dann alle sterben müssen. Wenn die Menschen mehr CO2 produzieren würden, wäre das Welthungerproblem längst gelöst.

Es gibt Hochschulen in Osteuropa, an denen Ganoven lernen, sich wie Behinderte zu bewegen. Impfen ist staatlich sanktionierter Massenmord. Banken schaffen das Bargeld ab, damit sie uns mit einem Mausklick enteignen können. Die USA sind keine Demokratie. Man kann Zahnpasta mit irgendetwas mischen und damit kostenlosen Strom herstellen - womit genau, dafür muss man leider das entsprechende Buch kaufen, überraschenderweise erschienen im Kopp-Verlag.

Niemand findet das komisch

Irgendwo dazwischen erzählt ein feixender Schweizer, der Mensch sei durch eine Materialisation von Lichtwesen entstanden, wobei er mit den Händen Zapfbewegungen von oben nach unten vollführt, als melke er eine riesige unsichtbare Euterzitze.

Niemand findet das komisch, man macht sich eifrig Notizen, murmelt "aha" und "ja, ja". Bald ist glücklicherweise Mittagspause, es ist sehr anstrengend. Die Menschen strömen aus dem Saal: Blousonmänner, denen auf Schritt und Tritt Ehefrauen mit Versorgungstaschen folgen. Herren in Funktionshosen mit sinnlos vielen Extrataschen, festlich toupierte Damen auf Stöckeln, Leute mit Zehenschuhen, die ihre Füße in Molchflossen verwandeln, viele mit "Stop Hillary"-Buttons am Revers.

Clinton ist hier nicht gut gelitten, die amerikanische Präsidentschaftskandidatin bekommt schon im ersten Vortrag des Tages ihr Fett weg, als Willy Wimmer, früher mal verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU mit einem kleinen Hackebeilchen Brennholz spaltet: "Wir leben an einem seidenen Faden. Unser Schicksal kann doch nicht davon abhängen, dass Frau Clinton eine Lungenentzündung bekommt!" Angeregter Beifall und Gelächter.

Beifall, das ist hier ganz wichtig, ständige gegenseitige Bestätigung. Zwischen den Vorträgen rapportieren sich die Zuhörer gegenseitig ihre angelesenen Theorien, die deutlich greller und grober sind als die meist doch auf Öffentlichkeit gestriegelten Sprecherworte. Wackeldackelig dauernickend sitzen viele in den Vorträgen, untermalen sie durch einen Score aus gemurmelten Jawolls und hervorgekehlten Empörungsgrunzern, wenn die Vortragenden - ausschließlich Männer - mal wieder gegen Merkel oder Obama oder die Mainstreammedien oder die Pharmaindustrie oder die Stromkonzerne oder, oder, oder schießen: Genau-richtig-ja-so-isses-hm-mhm!

Keine Diskussion, man ist sich ja einig

Anders als bei anderen Kongressen gibt es nach den Vorträgen keine Fragerunden, keine Diskussion. Weil es ja auch schlicht nichts zu diskutieren gibt, man ist sich eh einig. Dafür sitzen die Autoren in den Pausen draußen neben dem Bücherstand und gewähren persönliche Audienzen: Man kann sich ihnen nähern, die Hand schütteln, sich bedanken, Bücher signieren lassen, die man eben noch schnell kaufte - unterdrückte Wahrheiten, die man mit nach Hause tragen kann. Dazu zur Sicherheit vielleicht noch eine Flasche qualitativ hochwertiges Magnesiumöl oder einen Geheimsafe, der aussieht wie eine Dose Maggi-Ravioli, in den man sein Bargeld stopfen kann, bevor sie es uns wegnehmen. Wir gegen die! Man fühlt sich als Rebell, aufgeklärt-aufständisch.

Am Samstagnachmittag berichtet Ex-"FAZ"-Journalist Udo Ulfkotte von Hochglanzmagazinen für angehende Terroristen: Wie töte ich auf einem Weihnachtsmarkt möglichst viele Leute? Wie überfahre ich in einer Fußgängerzone am effektivsten eine Menschengruppe? Solche Themen würden darin behandelt. Die Magazine gebe es angeblich auch online, weswegen es so verheerend sei, dass Flüchtlingsheime über Internetzugänge verfügten.

Und was, fragt Ulfkotte, machen wir eigentlich, wenn auf einmal 10.000 dieser gut ausgebildeten Kämpfer, die wir da in unser Land holen, uns aus unseren Häusern verjagen? Großer Jubel. Ebenso wie am nächsten Tag für Andreas von Bülow, den ehemaligen Bundesminister für Forschung und Technologie, der erklärt, die angeblichen Terrorangriffe auf das Satireblatt "Charlie Hebdo" und in Nizza seien gar nicht von muslimischen Fanatikern verübt worden, sondern nur Teil des Lügengeflechts der USA, mit dem sie traditionell ihre diversen Kriege rechtfertigten: Genau-jawoll-so-isses, murmelt es aus der Menge. Fanatiker oder tumbe Bauernopfer? Egal.

Gemeinschaft im Wirren

"Der Verlag heißt ja Kopp-Verlag, weil hier Leute sitzen, die ihren Kopp einschalten und selbst denken", schmeißt sich einer der Sprecher irgendwann semisubtil ans Kaufpublikum ran. Oder weil man sich besagtes Körperteil sehr lange und fest auf die Tischplatte hauen möchte, denkt man da längst bei sich.

Zwischendurch könnte man manchmal fast Mitleid haben. Wenn einem die Dauernicker kurz vorkommen wie verlorene, zerzauste Tierchen ohne schützenden Bau, die sich im kalten Wind aneinander Kuscheln, um sich wärmen. "Es tut so gut", endlich unter Gleichgesinnten zu sein, sagt eine Frau beim Mittagessen. Man kann sich vorstellen, dass diese Menschen in ihrem normalen Umfeld oft alleine dastehen mit ihrer Meinung, jetzt sind sie vielleicht zum ersten Mal viele. Aber es ist eine Gemeinschaft im Wirren, die einen als Nichtmitkuschler erst amüsiert, dann verstört und schließlich rasend macht, weil sie so abstrus, hanebüchen und gemein ist.

Es ist ein nicht aufzulösendes Dilemma: Man möchte diese Menschen für manche Aussage rütteln und schütteln, aber gleichzeitig auch stoisch bleiben, keinen Augenkontakt aufnehmen, weil man weiß, dass man hier mit Argumenten nichts ausrichten kann. Das zeigt schon die schwindsüchtige Scheinbeweis-Rhetorik in den Vorträgen. Ein paar Auszüge:

"Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber...…"

"Wie gesagt, das sind alles nur Szenarien."

"Die Behörden streiten das ab, aber wer das glaubt, zieht seine Hose auch mit der Beißzange an."

"Das ist eine Meldung aus den USA; die kann ich jetzt nicht nachprüfen, aber es klingt glaubwürdig."

"Was sind denn schon Historiker? Doch auch nur Leute, die in alten Büchern lesen."

"Das können Sie alles googeln."

"Ich darf nicht sagen, was ich in islamischen Staaten alles erlebt habe, sonst werde ich wegen Volksverhetzung angezeigt."

"Die Geschichtswissenschaft ist derart verlogen."

"Das ist jetzt nur ein hypothetisches Beispiel von mir, aber wenn es so wäre, würde das nicht bedeuten...…"

Oder, wenn einem selbst die Scheinargumente ausgehen, um seinen Gegner zu demontieren: Einfach mal ein Münchhausenbild einblenden.

Aberwitzige Angst vor dem Anderen

Überall zwischen Penne-Ausgabe und "Die geheime Migrationsagenda" spürt man eine fast schon aberwitzige Angst vor dem Anderen. Das müssen gar nicht mal die Fremden sein, die ins Land kommen, auch andere Veränderungen sind der größte Graus. Etwa die gewandelte Arbeitswelt, die Ulfkotte in sensationell grobmotorischer Gegensatzrhetorik zusammenzimmert: Früher gab es die schöne, solide Autoindustrie und den handfesten Bergbau - heute ein Heer von "Soziologen, Pädagogen, Ethnologen", die als Nutznießer der Flüchtlingskrise im großen Stil "absahnen" würden.

In einer Vortragspause ereifern sich zwei Zufallsbekanntschaften über die Verfremdung ihrer geliebten Oper: Nee, nach Bayreuth fahre man nicht mehr, die Karten habe er verfallen lassen, seit die Walküren da mal in Trainingsanzügen aufgetreten waren. Und anderswo habe man den "Freischütz" in Jeans gesteckt! Verprügeln müsste man die Intendanten, bis sie wieder klar denken könnten!

Ein paar Schritte weiter fragt eine erregte Dame ihre Nebensitzer, ob sie schon mitbekommen hätten, dass der Papst den Islam jetzt als Einheitsreligion installieren wolle? Woher hat sie das? "Es gibt da Videos auf YouTube! Es steht im Internet, an verschiedenen Stellen!" - "Ach, echt? Schlimm! Ich hatte eh schon ein schlechtes Gefühl bei dem Mann!" Es braucht nur drei Sätze mehr, und der Papst ist der "Teufel" und "Antichrist".

Als letzter Redner tritt am Sonntagabend Erich von Däniken auf, der große alte Herr der Schrullo-Science. Wie gewohnt im mittelblauen Jackett, packt er seine ollen Außerirdischenkamellen aus: Garantiert unfälschbare Videoaufnahmen von Ufos, die ewige Frage, wie Außerirdische mit Menschen Sex haben können, die wissenschaftliche Dringlichkeit eines Mehrgenerationenraumschiffs, das 500 Jahre am Stück unterwegs sein könnte.

Die Idee, dass 2000 Jahre Christentum plötzlich wie ein angestochener Luftballon in die Erkenntnis zusammenschnurzeln könnten, dass wir die ganze Zeit von außerirdischen Mächten beobachtet und beherrscht werden, erscheint nach all dem, was man in den neun anderen Vorträgen gehört hat, gar nicht mal so übel. Wenn man sich aus allen dargebotenen Alternativwahrheiten für ein Szenario entscheiden müsste, das dann tatsächlich real wäre - die Außerirdischen wären nicht die schlechteste Wahl.



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Seite 1
hauk.wlan 03.10.2016
1. Leider nur ein Artikel voller Vorurteile
Wenn Frau Rützel sich etwas besser mit den Themen der Vorträge auseinander setzen würde und nicht einfach ihre Vorurteile darstellen, dann würde sie merken, das nicht alles Hunbug ist was nicht dem Mainstream entspricht. Würde man sich mehr über Alternativen Gedanken machen, als diese als Humbug hinzustellen, wäre die Welt garantiert nicht in einer solch schlechten Verfassung wie diese zur Zeit ist.
SINAN_75 03.10.2016
2.
Zitat von hauk.wlanWenn Frau Rützel sich etwas besser mit den Themen der Vorträge auseinander setzen würde und nicht einfach ihre Vorurteile darstellen, dann würde sie merken, das nicht alles Hunbug ist was nicht dem Mainstream entspricht. Würde man sich mehr über Alternativen Gedanken machen, als diese als Humbug hinzustellen, wäre die Welt garantiert nicht in einer solch schlechten Verfassung wie diese zur Zeit ist.
Also, "nicht alles ist Humbug, ...". O.k.! Aber mansches schon, oder? Es wäre schön gewesen, wenn Sie ein paar Beispiele für den Humbug und für den Nicht-Humbug genannt hätten, sonst bleibt Ihr Beitrag wieder nur so eine Andeutung, wie sie für VTler typisch sind. Also, jetzt an alle: Welche VT kann man getrost in die Tonne treten?
gordito255 03.10.2016
3. Keine Harmonie
Nur bei oberflächiger Betrachtung wird man Harmonie in diese Szene finden. Wenn hier eine Verschwörungstheorie einer anderen widerspricht, dann gibt es Ärger. Eine sachliche Auseinandersetzung ist nicht möglich und so werden durchaus auch in dieser Gesellschaft Feindschaften gepflegt.
disi123 03.10.2016
4. Kopp Verlang
Ich schaetze die Seite, habe die Kornkreise DVD und etliche mehr von diesem Verlag. Was soll auch falsch daran sein? Das dort jeder Professor der Irgendwas-Gebiete ist, anstelle von echten Wissenschaftlern ist doch klar, darum geht es aber auch nicht. Was der Schreiber hier nicht versteht: Das ist Unterhaltung. Die Filme sind teilweise sehr aufwendig gedreht und wenn Hollywood einen Film zur Fake-Mondlandung oder Fake-Marslandung machen kann, warum nicht der Kopp-Verlag? Wie die AfD da noch reingebracht wurde, keine Ahnung. Es scheint jeder SPON Artikel muss das Wort beinhalten. Als ich die Kopp-Seite kennenlernte hiess es nur Piraten lesen dort. ;)
sojetztja 03.10.2016
5. In memoriam Axel Stoll
Geile Typen. War mal bei einem Däniken-Vortrag. Zu geil. War sauteuer, aber das war der Spaß wert... :-)) Aber davon abgesehen: Seit Axel Stoll tot ist (Ist er das wirklich? Oder haben "die" ihn entführt? Ist er jetzt bei Elvis?), ist das alles nix mehr, die Szene schwächelt, der Unterhaltungswert sinkt... :-(
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