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Kritik an "Zeitungszeugen" Knobloch kritisiert Hitler-Nachdruck

Wiederholte Debatte um "Zeitungszeugen": Jetzt neu mit Hitler-BuchZur Großansicht
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Wiederholte Debatte um "Zeitungszeugen": Jetzt neu mit Hitler-Buch

Hitler für alle? Gegen den Plan des britischen Verlegers Peter McGee, "Mein Kampf" an den zu Kiosk bringen, regt sich Widerspruch. Den Briten wird das freuen. Bereits vor vier Jahren hatte er mit der Neuauflage des "Völkischen Beobachters" einen kalkulierten Klein-Skandal ausgelöst.

Berlin/München - Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, ist gegen eine Veröffentlichung des Hitler-Buches "Mein Kampf". "Es handelt sich um eine der übelsten Hetzschriften, die in diesem Land je verfasst worden ist", erklärte die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern am Mittwoch.

Bei dem Plan des britischen Verlegers Peter McGee, kommentierte Auszüge aus dem Pamphlet von Adolf Hitler als Broschüre in seiner historischen Wochenzeitung "Zeitungszeugen" zu veröffentlichen, geht es ihrer Ansicht nach ums Geld. "Ich habe Verständnis für das Ansinnen, das bisweilen mystifizierte Werk zu entzaubern. Aber bei dem Projekt von McGee geht es letztlich auch ums Geschäft", sagte sie.

Sie vertraue auf die Urteilskraft der Menschen, sagte Knobloch. "Aber jenes Buch verdient dieses hohe Maß an Aufmerksamkeit nicht. Wüssten wir nicht um die grauenvolle Nachgeschichte, es wäre nichts weiter als eine mies verfasste, beinahe peinliche Mischung aus Biografie, Bekenntnis und Agenda."

Zuvor hatte schon Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) den Verkauf von Auszügen des Hitler-Buches kritisiert. "Um die Menschenverachtung der NS-Taten zu begreifen, braucht man angesichts zahlloser eindrucksvoller Orte des Grauens überall in Deutschland ganz bestimmt nicht Auszüge aus 'Mein Kampf' in den Zeitschriftenständen", sagte Schröder dem "Wiesbadener Kurier".

Die Debatte ist eine fast deckungsgleiche Wiederholung einer ähnlichen Diskussion um den ersten Versuch McGees, mit Druckerzeugnissen aus der Nazi-Zeit an deutschen Kiosken Kasse zu machen. Damals entzündete sich der Unmut an der Wiederveröffentlichung einzelner Ausgaben von Nazi-Zeitungen wie dem "Völkischen Beobachter". An ihrem mäßig erfolgreichen Verkauf änderte die Debatte jedoch nichts.

kuz/dpa/dapd

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insgesamt 15 Beiträge
atherom 18.01.2012
und provozieren. Trotzdem: es dürfte sehr hilfreich sein, wenn die Deutschen endlich schwarz auf weiss sehen, welchem armseligen Würstchen sie zu 95% aufgesessen sind.
Zitat von sysopHitler für alle? Gegen den Plan des britischen Verlegers Peter McGee, "Mein Kampf" an den Kiosk bringen, regt sich Widerspruch.*Den Briten wird das freuen. Bereits vor vier Jahren hatte er mit der Neuauflage des "Völkischen Beobachters" einen kalkulierten Klein-Skandal ausgelöst. Kritik an*"Zeitungszeugen": Knobloch kritisiert Hitler-Nachdruck - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,809833,00.html)
und provozieren. Trotzdem: es dürfte sehr hilfreich sein, wenn die Deutschen endlich schwarz auf weiss sehen, welchem armseligen Würstchen sie zu 95% aufgesessen sind.
caecilia_metella 18.01.2012
die CDU/CSU-Regierung sieht dem entweder tagenlos zu oder hat im Bereich Medien keinerlei Kompetenz. Diese Regierung sollte schleunigst abgewählt werden.
die CDU/CSU-Regierung sieht dem entweder tagenlos zu oder hat im Bereich Medien keinerlei Kompetenz. Diese Regierung sollte schleunigst abgewählt werden.
ch@rybdis 18.01.2012
Schließlich kann ich in jeder Bibliothek mit historischer Abteilung eine Ausgabe dieser und anderer Schriften ausleihen. Wer sich also wirklich dafür interessiert, was in besagtem Buch steht, der kann sich auch eine Ausgabe [...]
Schließlich kann ich in jeder Bibliothek mit historischer Abteilung eine Ausgabe dieser und anderer Schriften ausleihen. Wer sich also wirklich dafür interessiert, was in besagtem Buch steht, der kann sich auch eine Ausgabe beschaffen - nötigenfalls über Internetseiten, deren Server außerhalb Deutschlands stehen ... So what ... Wen es stört, der braucht es auch nicht zu kaufen oder gar zu lesen. Wer es dennoch liest und über die ersten 10 Seiten hinaus kommt - RESPEKT. Ich habe das in meinem Studium nicht geschafft :)
friedrich_eckard 18.01.2012
Es existieren von dem Buch noch so viele Exemplare, dass, wer es zu lesen wünscht, es in einem leidlich gut sortierten Ladenaquariat für nicht besonders grosses Geld bekommen kann. Die Lektüre - ich habe es ausprobiert, den [...]
Es existieren von dem Buch noch so viele Exemplare, dass, wer es zu lesen wünscht, es in einem leidlich gut sortierten Ladenaquariat für nicht besonders grosses Geld bekommen kann. Die Lektüre - ich habe es ausprobiert, den Versuch allerdings nach weniger als einem Drittel abgebrochen, weil meine Geduld mit soviel sprachlicher und gedanklicher Wirrniss am Ende war - wirkt ohnehin eher immunsierend. Bester Beweis für die Ungeniessbarkeit der Schwarte ist ja die Tatsache, dass der selige Qualtinger allein durch die kommentarlose Lesung von Textpassagen Heiterkeitserfolge erzielen konnte. So sehr ich wünsche, dass die reichlich unappetitliche Spekulation des Verlegers nicht aufgehe: Unheil wird eine Neuausgabe kaum anrichten, und für Empörung gibt es lohnendere Ziele.
taglöhner 18.01.2012
Wie lange soll das Zeug denn noch im Giftschrank bleiben? Man braucht keine 5 Minuten, um sich im Web ein Exemplar zu besorgen. Ein Neonazi, sollte er's noch nicht gelesen haben, wird nach der Lektüre des kruden Werkes [...]
Zitat von sysopHitler für alle? Gegen den Plan des britischen Verlegers Peter McGee, "Mein Kampf" an den Kiosk bringen, regt sich Widerspruch.*Den Briten wird das freuen. Bereits vor vier Jahren hatte er mit der Neuauflage des "Völkischen Beobachters" einen kalkulierten Klein-Skandal ausgelöst. Kritik an*"Zeitungszeugen": Knobloch kritisiert Hitler-Nachdruck - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,809833,00.html)
Wie lange soll das Zeug denn noch im Giftschrank bleiben? Man braucht keine 5 Minuten, um sich im Web ein Exemplar zu besorgen. Ein Neonazi, sollte er's noch nicht gelesen haben, wird nach der Lektüre des kruden Werkes genauso am Verstand des Autors zweifeln, wie jeder normale Mensch auch. Ich halte es nicht einmal für jugendgefährdend, weil kein Teenager bereit wäre sich mehr als zwei Seiten des stinklangweiligen Geschwurbels anzutun.
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