Künstler-Ranking "Waaas, diiie als Nummer eins!?"

7. Teil: Peter Doig, Platz acht


8. Peter Doig, Port of Spain, Trinidad

Zehn Millionen Dollar scheinen für ein Werk eines stillen, zurückgezogenen Malers wie Peter Doig eine ziemliche Menge Geld zu sein. Als sein 1990 entstandenes Gemälde "White Canoe" im Februar bei Sotheby’s für das Fünffache seines Schätzpreises verkauft wurde, wurde Doig augenblicklich in den erlauchten Kreis lebender Künstlerinnen und Künstler katapultiert, die auf Auktionen die höchsten Preise erzielen. Allerdings hat dieser Star der zeitgenössischen figurativen Malerei nicht den heroischen Status eines Richters oder Ruschas. Stattdessen beeinflusst sein gemessener Stil im Bereich der antihistorischen Malerei Generationen von Künstlern, die nordeuropäische Romantik mit Darstellungen des modernen Lebens kombinieren – in seinem Fall gespeist aus Jugenderinnerungen an die kanadische Wildnis. Vor einigen Jahren ist Doig sogar in seine frühere Kindheit zurückgekehrt und nach Port of Spain in Trinidad zurückgezogen. Für den von ihm mitbegründeten StudioFilmClub malt er jede Woche ein Kinoposter. Es wäre jedoch falsch anzunehmen, er habe sich vollständig aus dem Kunstbetrieb zurückgezogen. Tatsächlich öffnet im Februar 2008 in der Tate Britain eine große Doig-Werkschau ihre Pforten, die im Sommer kommenden Jahres auch im Musée d’Art Moderne in Paris zu sehen sein wird.



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