Kultur-Kahlschlag in Hamburg: Altonaer Museum wird geschont

Durchbruch nach "Kulturgipfel" von Hamburger Senat und Kulturschaffenden: Das Altonaer Museum muss nicht schließen, das Deutsche Schauspielhaus kommt wohl mit deutlich geringeren Etatkürzungen davon. Damit sind einige der umstrittensten Maßnahmen von Kultursenator Stuth vom Tisch.

Mitarbeiter des Deutschen Schauspielhauses protestieren gegen die Sparpläne Zur Großansicht
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Mitarbeiter des Deutschen Schauspielhauses protestieren gegen die Sparpläne

Hamburg - Einige der umstrittensten Streichungen in der Hamburger Kulturszene scheinen abgewendet zu sein: Der Senat will nun nicht mehr das Altonaer Museum schließen und hat sich auch von den umfangreichen Kürzungen am Deutschen Schauspielhaus distanziert.

Das sind die Ergebnisse eines "Kulturgipfels", der in der Nacht zum Donnerstag tagte - mit Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU), Kultursenator Reinhard Stuth (CDU) und Kulturschaffenden. Zuvor hatte es massive Bürgerproteste und Solidaritätsbekundungen für die bedrohte Hamburger Kulturszene aus ganz Deutschland gegeben.

Das Altonaer Museum wird entgegen den ursprünglichen Plänen des Hamburger Senats nun doch nicht zum 1. Januar 2011 geschlossen. Kultursenator Stuth hatte es in Unkenntnis der Trägerstruktur dichtmachen wollen. Da das Haus in die Stiftung Historische Museen eingebunden ist, wäre die gesamte Stiftung durch die Umschichtungen von Personal- und Mietkosten bedroht gewesen. Nun soll stattdessen bis zum 1. April eine Neukonzeption der Stiftung erarbeitet werden, erklärte Ahlhaus.

Auch die Einsparungen beim Deutschen Schauspielhaus würden noch einmal überprüft und deutlich geringer ausfallen. Bislang waren Streichungen im Umfang von rund 1,2 Millionen Euro vorgesehen. "Wir müssen jetzt einen möglichst attraktiven Intendanten finden", sagte Ahlhaus. Theaterchef Friedrich Schirmer war aus Protest gegen die Sparmaßnahmen Ende September zurückgetreten.

hpi/dpa

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