#KunstgeschichteAlsBrotBelag Ein Toast auf die Kunst

Von wegen brotlos! Deutschlandweit imitieren Menschen berühmte Werke der Kunstgeschichte als Käsestulle oder Marmeladentoast. Sehen Sie die besten Bilder des Twitter-Hypes.

@Desaversum

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Alle hurmorlosen Leute im Kunstbetrieb müssen jetzt ganz tapfer sein, denn es gibt nicht nur eine gute, sondern auch eine schlechte Nachricht. Zunächst die gute: Kunstgeschichte ist an diesem Wochenende ein Toptrend im Internet. Die Menschen interessieren sich für Frida Kahlo und Mondrian, für den Hasen von Dürer und die Katze von Franz Marc, für alles von Caspar David Friedrich bis Andy Warhol. Allerdings nicht in der Form, wie die Künstler ihre berühmten Gemälde erschaffen haben. Sondern als Brotbelag.

Twitter-Nutzerin Marie Sophie Hingst, 30, hatte den Trend am 18. Juli gestartet. Sie belegte ein Vollkornbrot so mit Käse, Tomaten und Heidelbeeren, dass es sie an die rechtwinklig aufgeteilten Bilder in den Primärfarben Gelb, Rot und Blau von Piet Mondrian erinnerte und postete ein Foto davon mit dem Hashtag #KunstGeschichteAlsBrotBelag.

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Kunstkopien: Belegte Brote gehen viral

Was dann folgte, war ein Selbstbildnis von Paula Modersohn-Becker aus Käse, Wurst und Schmalz sowie Vermeers "Mädchen mit dem Perlenohrring" aus Aubergine, Birne und Fleischwurst. Bald kamen Dürers Feldhase aus Toast und Aufstrich und Franz Marcs Katze aus Marmelade und Quark. Kunststudentin Anna-Karina Kunert bildete Caspar David Friedrichs "Eismeer" als Salz-Knäckebrot-Skulptur nach, weil sie das Gemälde so häufig in der Kunsthalle Hamburg sah.

Dutzende weitere Bilder folgten. Ein Nutzer wickelte einen Laib Brot in Papier und Kordel und verwies auf das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude, ein großes Stück Butter auf Toast imitierte Joseph Beuys "Fettecke", eine Userin kopierte ein Emil-Nolde-Porträt in ihren Joghurt. Davon inspiriert spielten bis Samstagmorgen sehr viele Menschen mit ihrem Essen, denn #KunstGeschichteAlsBrotBelag fand sich auf Platz Eins der deutschen Twitter-Trends wieder.

"Ich bin sprachlos. Das war eigentlich nur eine Alberei und jetzt verwandeln alle das Internet in ein gigantisches, buntes Brot und auf einmal ist überall Kunst", so Hingst. "Ich bin überzeugt: Kunst kann Menschen zusammenbringen wie nichts anderes."



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