Kunstraub von Rotterdam Weitere Angeklagte zu Schadensersatz und langer Haft verurteilt

Sie hatten im Jahr 2012 Gemälde von Künstlern wie Gauguin, Picasso und Monet aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen. Nun hat ein Gericht weitere Angeklagte zu Schadensersatz und langen Haftstrafen verurteilt.

Ermittler in Rotterdamer Kunsthalle im Oktober 2012: Neue Urteile
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Ermittler in Rotterdamer Kunsthalle im Oktober 2012: Neue Urteile


Bukarest - Mehr als anderthalb Jahre nach dem spektakulären Kunstraub von Rotterdam hat ein Gericht in Bukarest mindestens einen Angeklagten zu Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt. Für die unauffindbaren Werke, darunter Gemälde von Pablo Picasso und Claude Monet, sprach das Gericht den klagenden Versicherern 18,1 Millionen Euro zu, wie es in dem Urteil vom Montag heißt.

Der Hauptverdächtige, Radu Dogaru, war im Februar in einem Berufungsprozess bereits zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der Rumäne hatte gestanden,in der Nacht zum 16. Oktober 2012 mit Hilfe eines Komplizen sieben Meisterwerke aus der Rotterdamer Kunsthalle gestohlen zu haben.

Insgesamt waren sechs Rumänen wegen des Kunstraubs angeklagt worden. Am Montag wurden zudem mehrere der Mitangeklagten zu Haftstrafen zwischen zwei und sechs Jahren verurteilt, darunter die Mutter Dogarus, die für zwei Jahre ins Gefängnis muss.

Olga Dogaru hatte im März 2013 gestanden, die gestohlenen Gemälde in ihrem Badezimmerofen im ostrumänischen Dorf Carcaliu verbrannt zu haben. Sie habe nach der Festnahme ihres Sohnes alle Beweise vernichten wollen. Später zog sie die Aussage zurück. Eine Untersuchung der Asche aus dem Ofen, die Pigment- und Leinwandreste enthalten haben soll, scheint jedoch zu beweisen, dass die Meisterwerke verbrannt worden sind.

Das Urteil des Gerichts in Bukarest vom Montag ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft gibt den Wert der gestohlenen Kunstwerke mit 18 Millionen Euro an, Kunstexperten sprechen von bis zu hundert Millionen Euro. Trotz ihres immensen Werts waren die Gemälde im Museum nicht besonders gesichert. Nach demTransport nach Rumänien verlor sich ihre Spur.

kha/dpa/AFP

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